MeinungFußball-WM ohne ItalienItaliens Fußball muss sich radikal neu erfinden

Kommentar von Thomas Hürner

Lesezeit: 2 Min.

Gezeichneter Coach: Gennaro Gattuso hat mit Italien die WM-Teilnahme verpasst.
Gezeichneter Coach: Gennaro Gattuso hat mit Italien die WM-Teilnahme verpasst.
Matteo Ciambelli/Reuters

Im italienischen Fußball läuft etwas nicht, schon länger nicht mehr. Die Glorie vergilbt.

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Jetzt, im Nachhinein, sieht die Szene natürlich nicht allzu gut aus. Sondern arrogant, überheblich, entrückt. Es war in der vergangenen Woche, just nachdem die Italiener in der ersten Playoff-Runde Nordirland niedergerungen hatten, als eine Kamera in den VIP-Bereich des Bergamasker Stadions filmte. Im Fernsehen lief Wales gegen Bosnien-Herzegowina, per Elfmeterschießen wurde gerade der Gegner fürs nächste Ausscheidungsduell ermittelt. Gebannte Blicke. Und dann: Jubel bei den italienischen Nationalspielern, geballte Fäuste, großartig, die Bosnier werden es also! Hätte ja wirklich schlimmer kommen können! Wales, zum Beispiel.

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