Eigentlich hatte man am Donnerstagabend auf eine Antwort auf die Frage gehofft, die die Fußballnation Italien seit so vielen Jahren beschäftigt. In vorderster Front gab es vor dem Nations-League-Viertelfinale endlich mal keine Debatte mehr, die Lage war klar: Der beste und der zweitbeste Stürmer der Serie A, sie sollten die Tore für die italienische Nationalmannschaft schießen, so angenehm simpel klang das. Und so beruhigend für eine Nationalmannschaft, die sich schon seit Jahren vor allem nach Einfachheit im Sturm sehnt, nach einer Lösung für die Problemzone Nummer eins. Deren Hoffnungen aber mal wieder enttäuscht wurden.
Italiens StürmerproblemSehnsucht nach einem Retter der Nation
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Mario Balotelli (hier im Halbfinale der EM 2012) erfüllte das Versprechen nicht, ein großer italienischer Stürmer in der Tradition von Del Piero oder Inzaghi zu werden.
Gabriele Maltinti/Getty ImagesSeit Mario Balotellis Muskelshow im EM-Halbfinale 2012 gegen Deutschland wartet Italien auf einen Weltklassestürmer. Dass es im Nations-League-Viertelfinale auf Mateo Retegui verzichten muss, den besten Offensiven des Landes, passt zum historischen Leid.
Von Felix Haselsteiner, Mailand
