Arash Miresmaeili

Am Ende der Olympischen Spiele 2004 ist Arash Miresmaeili um 125.000 Dollar, aber auch um heftige Proteste reicher. Der erfolgreiche Judoka aus dem Iran (Weltmeister 2001 und 2003) sorgte in Athen für einen Eklat, als er erklärte, er wolle nicht gegen den israelischen Sportler Ehud Vaks antreten. Dass ausgerechnet Miresmaeili sich so äußerte, war besonders pikant: Denn der Judoka trug bei den Spielen, die ja auch immer ein Fest des Friedens sein sollen, die Fahne ins Stadion. Kurz vor dem eigentlichen Wettkampf zog der Iraner seine Boykottandrohung zwar zurück, gestartet ist er trotzdem nicht. Denn beim offiziellen Wiegen überschritt Miresmaeili das zulässige Gewichtslimit knapp.

Aus dem Iran gab es neben den 125.000 Dollar (der geplanten Summe für einen Olympiasieg) viel Lob. "Der Name von Arash Miresmaeili wird in die iranische Geschichte eingehen als ein Quelle des Stolzes für das Land", lobte Irans damaliger Staatspräsident Mohammad Khatami. "Das großartige Handeln und die Selbstaufopferung unseres Champions, der auf eine sichere Olympiamedaille aus Protest gegen Massaker, Terror und Besetzung verzichtet hat, ist eine nationale Ruhmestat."

Foto: Reuters

16. Februar 2009, 14:042009-02-16 14:04:00 ©