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Irland unterliegt Kroatien 1:3:Billard-Eigentor von Given

Nach den beiden frühen Toren entwickelte sich auch jenes Spiel, das von Beginn an erwartet worden war. Die Iren ließen die Kroaten kommen, fast bis an den eigenen Sechzehnmeterraum, und empfingen sie dort geballt und mit unbändigem Abwehrwillen. Der Trapattonismus, jenes wenig ansehnliche System ihres italienischen Trainers, der sie jedoch immerhin überraschend zur EM geführt hatte, schien da noch zu funktionieren.

Stimmen zum ersten deutschen EM-Spiel

"Er kam mir genau auf den Schädel"

Die Kroaten konnten mit den üppigen Räumen zunächst nicht viel anfangen. Sie hatten sich erst in letzter Sekunde für die Titelkämpfe qualifiziert, in den Playoffs der Qualifikation gegen die Türkei. Gegen die Iren fanden sie kaum Mittel: nicht Darijo Srna, nicht der frühere Schalker Ivan Rakitic, nicht Ivan Perisic. Nach 23 Minuten zog der Dortmunder von der Strafraumgrenze kräftig drauf - Given flog und klärte den Ball.

Es brauchte schon eine kleine Tölpelei der Iren, um Kroatien kurz vor der Pause wieder in Führung zu bringen. Nach einem Distanzschuss klärte Steven Ward irrtümlicherweise in Richtung seines eigenen Keepers. Stürmer Jelavic, der weit im Abseits stand, erkannte die neue Spielsituation am schnellsten, der kroatische Angreifer sprintete dazwischen und hob den Ball über Given hinweg ins Tor. Drei Tore in der ersten Halbzeit zwischen Irland und Kroatien, damit war nicht unbedingt zu rechnen gewesen.

Die zweite Halbzeit begann erneut mit einem Stimmungskiller für die Iren. Mandzukic, bereits Schütze des 1:0, köpfte scharf auf den Kasten von Given, der Ball prallte zunächst an den Pfosten, dann unglücklich an Givens Hinterkopf und von dort ins Tor (48.).

Nun setzte sogar Trapattoni auf die Offensive, brachte in Jonathan Walters und Simon Cox zwei frische Stürmer, jedoch ohne Ertrag. Die irischen Fans sangen trotzdem wieder. Die gute Laune wollten sie sich vom fehlerhaften Auftritt ihrer Elf dann doch nicht vermiesen lassen.