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Iran:Druck wegen Stadionverbots

Hartes Strafmaß für Caiuby gefordert

Der Fußball-Weltverband Fifa hat den Druck auf Iran im Hinblick auf das Stadionverbot für Frauen deutlich erhöht. "Unsere Position ist klar und eindeutig. Frauen muss der Zugang zu den Stadien im Iran gewährt werden", sagte Fifa-Präsident Gianni Infantino. Laut Infantino hält sich eine Fifa-Delegation in Iran auf. Den Frauen in Iran ist es seit der islamischen Revolution vor vierzig Jahren verboten, Fußballspiele im Stadion zu sehen. Die Diskriminierung von Frauen ist auch laut Statut der Fifa verboten, ein Sanktionsmittel wäre der Ausschluss der Nationalmannschaft Irans von allen Wettbewerben. Mitunter haben sich Frauen verkleidet in die Stadien gewagt, wurden sie entdeckt, mussten sie mit Anklage rechnen. Erst kürzlich hatte sich eine 29-jährige Frau, Sahar Khodayari, aus Protest gegen die Verbote selbst angezündet und war kurz darauf an ihren Verletzungen gestorben.

Das Sportministerium hat nun angekündigt, dass Frauen künftig zumindest die Länderspiele besuchen dürfen. Das Sportministerium erklärte am Donnerstag, die Vorbereitungen seien getroffen. Im Asadi-Stadion in Teheran, wo Irans Nationalelf ihre WM-Qualifikationsspiele austrägt, wurden demnach separate Eingänge, Toilette n und Tribünen eingerichtet.

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