Investoren-Wechsel Berlusconi will AC Mailand an Chinesen verkaufen

Will den AC Mailand wohl an Chinesen verkaufen: Silvio Berlusconi.

(Foto: dpa)

Die Gesellschaft des AC-Besitzers sei zuversichtlich, nächste Woche eine Einigung zu erreichen. Argentiniens Präsident will Messi umstimmen.

AC Mailand: Mit dem 18-maligen italienischen Meister steht ein weiterer europäischer Fußballclub vor der Übernahme durch chinesische Investoren. Der Besitzer, Italiens früherer Ministerpräsident Silvio Berlusconi, wolle anfangs rund 80 Prozent an ein chinesisches Konsortium verkaufen, während die restlichen 20 Prozent in zwei bis drei Jahren erworben werden können, berichtete die Tageszeitung China Daily. Seine Gesellschaft Fininvest sei zuversichtlich, nächste Woche eine Einigung zu erreichen, auch wenn noch wichtige rechtliche und finanzielle Details geklärt werden müssten, schrieb das Blatt. Details über die chinesischen Käufer nannte das Blatt nicht.

Eine nicht genannte Quelle bezifferte den Wert des Clubs China Daily zufolge auf 700 bis 750 Millionen Euro. Er komme mit 200 Millionen Euro an Schulden. Anfang Juni hatte der chinesische Konzern Suning den Lokalrivalen Inter Mailand übernommen. Der Einzelhandelsriese zahlte für knapp 68,55 Prozent der Anteile rund 270 Millionen Euro.

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Mehr Dramatik geht kaum: Chile gewinnt die Copa América in einem Finale, das keiner so schnell vergessen wird - und verhilft einem matten Turnier zu spätem Glanz.   Von Jürgen Schmieder

Lionel Messi: Argentinien versucht mit aller Macht, Weltfußballer Lionel Messi nach dem Rücktritt aus der Nationalmannschaft zum Weitermachen zu bewegen. Staatspräsident Mauricio Macri rief den Spieler des FC Barcelona an und bat ihn, die Entscheidung zu überdenken. Auch Diego Maradona schaltete sich ein. "Messi muss in der Nationalelf weitermachen", sagte Argentiniens Fußball-Legende: "Er ist noch nicht am Ende, weil er in der Form nach Russland kommen kann, um Weltmeister zu werden." Die WM-Endrunde in zwei Jahren ohne den heute 29-jährigen Messi ist auch für "El Diez" undenkbar.

Messi hatte unmittelbar nach der bitteren Finalniederlage bei der Copa America gegen Chile (2:4 i.E.) seinen Rücktritt erklärt. Als der Flieger mit den Verlierern am Montagabend in Buenos Aires landete, fanden sich einige Hundert Fans am Flughafen ein und skandierten: "Messi geht doch nicht!" Auf Plakaten stand: "Messi, wir verdienen dich nicht, aber bitte bleib." Maradona möchte seinen "unerfüllten" Nachfolger nach dem dritten Finalpleite in Folge persönlich umstimmen. "Ich will mit ihm sprechen und gegen alle kämpfen, die ihn alleine gelassen haben", sagte der 55-Jährige mit Giftpfeil Richtung AFA-Verbandsspitze. Präsident Macri hatte Messi nach Informationen eines seiner Sprecher am Telefon erklärt, wie stolz er auf die Leistung der Mannschaft sei und ihm empfohlen, nicht auf die Kritik zu hören.

Olympia, Handball: Bundestrainer Dagur Sigurdsson hat alle Handball-Europameister in das vorläufige Aufgebot für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) berufen. Der Deutsche Handballbund (DHB) musste dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) bis Dienstag 28 Spieler vorschlagen. Zum DHB-Kader gehört wieder Kapitän Uwe Gensheimer, der die EM verletzungsbedingt verpasst hatte. Ebenfalls dabei ist Steffen Fäth, der Europameister hatte sich Ende Mai die Mittelhand gebrochen. "Stand jetzt haben wir wahrscheinlich alle Möglichkeiten", sagte Sigurdsson: "Das ist eine gute Basis für unsere Olympiavorbereitung." Diese beginnt voraussichtlich mit 21 Spielern am 9. Juli in Stuttgart. Der DHB muss beim DOSB bis spätestens 17. Juli 14 Spieler und einen Reservisten benennen.

Zum Tode Rudi Altigs

Der erste deutsche Radsportheld

Rudi Altig entfachte mit seinem kämpferischen Fahrstil und durch seine Erfolge in den sechziger Jahren den ersten Radsport-Boom in Deutschland. Sein Verhältnis zum Doping war kontrovers.

Tour de France, Motordoping: In Kooperation mit dem Weltverband UCI will der Tour-Veranstalter ASO rigoros gegen das sogenannte Motordoping vorgehen. Bei der am Samstag in Mont-Saint-Michel startenden 103. Frankreich-Rundfahrt werden zum ersten Mal auch hoch entwickelte Wärmebild-Kameras eingesetzt, wie Sportminister Thierry Braillard bestätigte. Sie sollen versteckte Minimotoren in den Rädern aufspüren. Der Radsport-Weltverband UCI setzte bisher bei der Suche nach mechanischen Antrieben im Sattelrohr oder der Hinterradnabe auf Magnetresonanz-Untersuchungen vor und nach den Rennen. Die UCI sprach von 4000 bevorstehenden Tour-Tests. Die Wärmebildkameras, die auch schon bei Rennen in Italien eingesetzt worden waren, können von Begleitmotorrädern aus genutzt werden.

Die UCI geht seit knapp zwei Jahren - ohne Kameras - gegen Motordoping vor, wurde aber erst einmal fündig. Am 30. Januar wurde die 19 Jahre alte Belgierin Femke van den Driessche bei der Cross-WM erwischt und gesperrt. "Wir werden sehr intensiv kontrollieren", kündigte UCI-Chef Brian Cookson vier Tage vor dem Tourstart in der Normandie an.

Paris Saint-Germain, Laurent Blanc: Der französische Meister Paris Saint-Germain hat am Montag die Trennung von Trainer Laurent Blanc (50) vollzogen. Das gab PSG bekannt. Allgemein wird erwartet, dass der Spanier Unai Emery, der den FC Sevilla zu drei Triumphen in der Europa League in Folge führte, die Blanc-Nachfolge antritt. Nach Informationen der L'Equipe soll Blanc 22 Millionen Euro als Abfindung erhalten. Der bisherige PSG-Coach hatte seinen Vertrag in Paris erst im Februar um zwei weitere Jahre verlängert. Allerdings verpasste er das große Ziel der katarischen Investoren, die Champions League zu gewinnen. In den vergangenen drei Jahren holte er mit seinem Team dreimal die französische Meisterschaft und zweimal den Pokal.

Juventus Turin, Dani Alves: Nach acht Jahren beim spanischen Meister FC Barcelona wechselt der Brasilianer Dani Alves zum italienischen Rekordmeister Juventus Turin. Der 33-Jährige musste am Montag noch medizinische Tests absolvieren, teilte der Verein mit. Laut Medienberichten soll er einen Zweijahresvertrag erhalten. Mit dem FC Barcelona gewann der Verteidiger seit 2008 insgesamt 23 Titel, darunter dreimal die Champions League. Obwohl Alves seinen Vertrag mit den Katalanen erst im vergangenen Sommer bis 2017 verlängert hatte, konnte er den Verein ablösefrei verlassen. Bei Juve wird er Teamkollege des deutschen Nationalspielers Sami Khedira.