Internationaler Fußball Vor Copa-Finale: 50 000 Fans feiern Boca beim Training

Boca-Juniors-Fans beim Training ihrer Mannschaft.

(Foto: AP)

Beim letzten Training vor dem Copa-Libertadores-Finale gegen Stadtrivale River Plate ist die Bombonera bis auf den letzten Platz gefüllt. Uli Hoeneß wirbt für einen Verbleib von Karl-Heinz Rummenigge.

Meldungen im Überblick

Fußball, International: Mehr als 50.000 Fans haben beim öffentlichen Training der Boca Juniors das am Samstag in Buenos Aires stattfindende Finale der Copa Libertadores gegen den Stadtrivalen River Plate noch einmal lautstark angeheizt. Nach dem 2:2 im Hinspiel vor zwei Wochen zählt für die beiden argentinischen Fußball-Großmächte nur ein Sieg. Im Falle jedes Unentschiedens folgen eine Verlängerung und ein mögliches Elfmeterschießen.

Da sich die Boca-Anhänger am Donnerstag beim Sturm der La Bombonera-Schüssel mit offiziell 49.000 Sitzplätzen selbst auf die Treppen drängten und somit Fluchtwege versperrten, wurde die Arena anschließend von den Behörden bis auf weiteres gesperrt. Die Partie am Samstag findet jedoch im 66.000 Zuschauer fassenden Estadio Monumental statt, wobei aus Sicherheitsgründen diesmal nur River-Fans Zutritt haben werden.

In seiner Heimstätte, in der Argentiniens Seleccion 1978 ihren ersten von zwei WM-Titeln eroberte, feierte River Plate jeweils in den Rückspielen alle drei Libertadores-Titel - 1986, 1996 (beide gegen America Cali/Kolumbien) und 2015 (Tigres/Mexiko). Die Boca Juniors haben aber im laufenden Wettbewerb kein einziges Auswärtsspiel verloren und in den letzten drei direkten Duellen im Monumental-Stadion zwei Siege und ein Remis eingefahren.

Mit einem weiteren Triumph würden die "Xeneizes" gar mit dann sieben Libertadores-Titeln zu dem letztmals 1984 siegreichen Rekordgewinner CA Independiente aus dem benachbarten Avellaneda gleichziehen. Im Ranking der Titel nach Nationen wird Argentinien in der 59. Auflage des Turniers auf jeden Fall seinen Vorsprung mit 25 Triumphen gegenüber Brasilien (18) ausbauen.

Bundesliga, FC Bayern: Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat sich für einen Verbleib von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge über 2019 hinaus stark gemacht. Das bestätigte Rummenigge, dessen Vertrag Ende des kommenden Jahres ausläuft."Ich kann grundsätzlich sagen, dass Uli und ein paar andere Mitglieder des Aufsichtsrats mich gebeten haben darüber nachzudenken, meinen Vertrag zu verlängern. Das werde ich jetzt in nächster Zeit tun. Und dann werde ich mit Uli das Gespräch suchen", sagte Rummenigge bei der Übergabe des neuen Mannschaftsbusses auf dem Odeonsplatz in München.

Fußball, Hall of Fame: "Die erste Elf" in der neu eingeführten Hall of Fame des deutschen Fußballs wird von den Ehrenspielführern Fritz Walter, Franz Beckenbauer, Uwe Seeler und Lothar Matthäus angeführt. Dies gab das Deutsche Fußballmuseum nach einer Wahl von führenden deutschen Sportjournalisten bekannt. Die Elf wird ergänzt durch Sepp Maier, Andreas Brehme, Paul Breitner, Matthias Sammer, Günter Netzer, Gerd Müller und Helmut Rahn. Als Coach fand Ex-Bundestrainer Sepp Herberger, Macher des "Wunders von Bern" 1954, ebenfalls Aufnahme in die Hall of Fame. Zur Wahl standen ausschließlich Spieler, die ihre Karriere vor mindestens fünf Jahren beendet haben.

Anti-Doping-Kontrolleur: Das Kontrollsystem im deutschen Anti-Doping-Kampf ist in die Kritik gerückt. Der langjährige Doping-Kontrolleur Sven Laforce berichtet nach seinem Ausstieg von verheerenden Missständen. Die Bezahlung sei schlecht, die Top-Athleten tricksten mit immer neuen Ausweichmanövern, Fußballer würden bevorzugt behandelt. "Fußball ist für uns Anti-Doping-Kämpfer ein rotes Tuch", sagte Laforce der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). "Da läuft nicht alles so wie es sollte." Man habe den Eindruck, dass für die Kontrollen dort immer dieselben Personen zuständig seien. "Ich bezweifle, dass die Resultate zuerst der NADA gemeldet werden", sagte Laforce, der nach 21 Jahren seinen Job bei der schwedischen Kontrollfirma IDTM gekündigt hat.

Zu harmlos seien auch die Sanktionen bei Missed Tests, wenn Athleten Kontrollen verpassen. "Wir haben viele Athleten nicht angetroffen. Einige von ihnen dreimal. Sie hätten sofort gesperrt werden müssen, aber wir haben dann im Fernsehen gesehen oder in der Zeitung gelesen, dass sie trotzdem gestartet sind", sagte Laforce. Generell seien die Tests zu selten intelligent und effektiv. "Der Verband und der Athlet kennen das Muster, nach dem die NADA kontrolliert. Das heißt, die Kontrollen sind erwartbar und damit nutzlos."

Hertha BSC Berlin, Preetz: Michael Preetz bleibt bis 2022 Geschäftsführer Sport beim Fußball-Bundesligisten Hertha BSC Berlin. Preetz habe seinen bis zum 30. Juni 2019 laufenden Vertrag für mindestens drei Jahre verlängert, teilte der Verein am Donnerstag mit. "Somit kann die positive Entwicklung der vergangenen Jahre von Hertha BSC mit Kontinuität fortgeführt werden", kommentierte Vereins-Präsident Werner Gegenbauer den Vertragsabschluss. Preetz hatte im Juni 2009 die Nachfolge von Dieter Hoeneß angetreten. Zuvor war er zwischen 1996 und 2003 als Torjäger für die Berliner aktiv gewesen und ist bis heute noch Rekordtorschütze des Klubs. "Hertha BSC ist mein Verein. Hier habe ich in 22 Jahren alle Höhen und Tiefen erlebt", sagte Preetz, der neben Europapokal-Teilnahmen auch zwei Abstiege zu verantworten hat.

CAS-Urteil: Der russische Ex-Bobpilot Alexander Subkow darf nach dem Urteil eines Moskauer Gerichts seine zwei Goldmedaillen der Winterspiele von Sotschi 2014 behalten, die wegen Dopings aberkannt worden waren. Subkow sei in Russland nicht verpflichtet, eine anderslautende Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) zu erfüllen. Das urteilte das Moskauer Stadtgericht am Mittwochabend. Der Richterspruch könnte einen neuen Konflikt zwischen Russland und den Weltsportorganisationen bedeuten, nachdem der Streit über staatsgelenktes Doping gerade erst notdürftig beigelegt worden ist.

Subkow (44) ist mittlerweile Präsident des russischen Bobverbands. Er bestreitet Doping. Er hatte auch deshalb geklagt, weil mit der Aberkennung der Siege seine lebenslange russische Rente als Olympiasieger entfallen war. Das Gericht sprach ihm die Rente wieder zu. Wegen Zweifeln an seinen Dopingproben aus Sotschi hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) dem Bobpiloten im November 2017 die Siege aberkannt und ihn lebenslang gesperrt. Das CAS milderte die Sperre, gab Subkow die Siege aber nicht zurück. Er und andere russische Sportler stehen eigentlich in der Pflicht, ihre Sotschi-Medaillen dem IOC zurückzugeben.

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