Internationaler Fußball:Leicester verdirbt Tuchels Pokaltraum

Chelsea v Leicester City: The Emirates FA Cup Final

Erste Titelchance nicht verwertet: Chelsea-Trainer Thomas Tuchel.

(Foto: Getty Images)

Chelsea verliert das FA-Cup-Finale durch ein spektakuläres Tor. Juventus hält die Champions-League-Träume gegen Inter am Leben. Zlatan Ibrahimovic fährt nicht mit Schweden zur EM.

Erste Titelchance dahin: Thomas Tuchel hat es verpasst, als erster deutscher Teammanager den FA Cup zu gewinnen. Im Endspiel in London unterlag sein FC Chelsea dem Premier-League-Rivalen Leicester City mit 0:1 (0:0). Der belgische Nationalspieler Youri Tielemans (63.) traf mit einem wunderschönen Distanzschuss in den Winkel vor gut 21.000 Zuschauern im Wembley-Stadion für Leicester, das bei der fünften Finalteilnahme der Vereinsgeschichte erstmals triumphierte.

Die Blues, bei denen Timo Werner und Antonio Rüdiger in der Anfangsformation standen, haben in exakt zwei Wochen allerdings noch die Chance auf ihren zweiten Erfolg in der Champions League. Gegner am 29. Mai in Porto ist der neue englische Meister Manchester City, den Chelsea erst vor Wochenfrist in der Liga bezwungen hatte. Bereits am Dienstag trifft der Tabellenvierte im Kampf um die Qualifikation für die Königsklasse am vorletzten Liga-Spieltag erneut auf Leicester, das zwei Punkte vor den Blues liegt.

Besiktas ist türkischer Meister

Besiktas Istanbul hat sich in einem spannenden Meisterschafts-Finale in der Türkei gegen die Lokalrivalen Fenerbahce und Galatasaray durchgesetzt und sich um 16. Mal zum Titelträger gekrönt. Besiktas gewann am Samstagabend am letzten Spieltag der türkischen Fußball-Meisterschaft 2:1 (1:1) bei Göztepe Izmir und sicherte sich den Titel vor dem punktgleichen Zweiten Galatasaray Istanbul, dem auch ein souveränes 3:1 (0:1) gegen Yeni Malatyasport nicht reichte.

Fenerbahce, das weiter auf den verletzten Ex-Nationalspieler Mesut Özil verzichten muss, konnte seine Außenseiter-Chance im Saisonfinale nicht nutzen. Das Team hätte einen Sieg bei Kayserispor gebraucht und gleichzeitig auf Patzer der Konkurrenz hoffen müssen, am Ende war das späte 2:1 (0:1) beim Tabellen-17. aber wertlos.

Der Kroate Domagoj Vida brachte Besiktas zunächst in Führung (10. Minute), Alspaslan Öztürk gelang der Ausgleich (24.). Rachid Ghezzal schoss sein Team mit einem verwandelten Foulelfmeter in der zweiten Halbzeit zum Titel (69.). Für das Team von Trainer Sergen Yalcin war es der erste Titel seit 2017. In der vergangenen Saison war erstmals Basaksehir FK Meister geworden. Der Lieblingsclub des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan beendete diese Saison auf Rang zwölf.

Ronaldo bringt Juve in die Spur

Juventus Turin darf weiter auf eine erneute Champions-League-Teilnahme hoffen. Der entthronte italienische Meister gewann am Samstag gegen den neuen Titelträger Inter Mailand 3:2 (2:1) und zog in der Tabelle am SSC Neapel vorbei auf Platz vier der Serie A. Neapel spielt allerdings am Sonntag noch beim AC Florenz.

Cristiano Ronaldo schoss den gestürzten Meister in der 24. Spielminute in Führung, später traf Juan Cuadrado (45., 88./Foulelfmeter) gleich zweimal. Inter kam zu Treffern durch den belgischen Torjäger Romelu Lukaku (35./Foulelfmeter) und ein Eigentor von Giorgio Chiellini (83.). Seinen erneuten Start in der Champions League sicher hat bereits Atalanta Bergamo. Das Team des deutschen Nationalspielers Robin Gosens, der beim 4:3 (3:0)-Sieg bei CFC Genua sein elftes Saisontor erzielte, kletterte auf Platz zwei.

EM ohne Zlatan Ibrahimovic

Der schwedische Stürmer Zlatan Ibrahimovic wird die Europameisterschaft in diesem Jahr wegen einer Verletzung verpassen. Das teilte der schwedische Fußballverband Svensk Fotboll per Twitter mit. Der 39-Jährige vom italienischen Erstligisten AC Mailand habe Nationaltrainer Janne Andersson am Samstag darüber informiert, dass er aufgrund einer Knieverletzung absagen müsse, hieß es.

"Natürlich ist es traurig, besonders für Zlatan, aber auch für uns. Ich hoffe, dass er so bald wie möglich wieder auf dem Platz ist", sagte Andersson der schwedischen Nachrichtenagentur TT zufolge. Die mögliche Teilnahme des fast 40 Jahre alten Stürmerstars bei der Europameisterschaft war mit großer Spannung erwartet worden. Für das schwedische Team ist der Ausfall von Ibrahimovic ein herber Rückschlag. Nach einer fünfjährigen Pause war er erst im vergangenen März in die Nationalmannschaft zurückgekehrt.

© SZ/dpa/sid/tbr
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