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Internationaler Fußball:Kroos glänzt im Madrider Derby

Real Madrid besiegt mit einem gut aufgelegten deutschen Nationalspieler den Stadtrivalen. Columbus Crew wird Meister in den USA.

Spanien: Real Madrid und Nationalspieler Toni Kroos haben sich drei Tage nach dem souveränen Sieg gegen Borussia Mönchengladbach und dem Einzug ins Achtelfinale der Champions League auch in der Primera Division Luft verschafft. Die Mannschaft des in der Kritik stehenden Trainers Zinedine Zidane gewann das Hauptstadtderby gegen Tabellenführer Atletico 2:0 (1:0) und rückte bis auf drei Punkte an den Spitzenreiter heran.

Die Rojiblancos, die ihre erste Saisonniederlage in der Liga kassierten, haben allerdings ein Spiel weniger bestritten. Der kriselnde FC Barcelona ist erst am Sonntagabend gegen Abstiegskandidat UD Levante im Einsatz. An beiden Real-Treffern war Kroos beteiligt. Casemiro verwertete bereits in der 15. Spielminute eine Ecke des Weltmeisters von 2014 zum 1:0. Dem 2:0 (62.) durch ein Eigentor von Gäste-Keeper Jan Oblak ging ein Freistoß von Kroos voraus, den der Ex-Leverkusener Dani Carvajal zu einem Fernschuss nutzte. Dieser prallte gegen den Pfosten, von dort gegen Oblak und schließlich ins Tor.

Stürmer Karim Benzema, als Doppeltorschütze beim 2:0 gegen Gladbach am Mittwoch der überragende Mann, wurde mit seinem 528. Pflichtspieleinsatz zum alleinigen Rekordhalter unter den ausländischen Profis in der Real-Geschichte. Zuvor teilte sich der Franzose die Bestmarke mit den Brasilianer Roberto Carlos. Real hatte zuvor zwei seiner jüngsten drei Heimspiele in der Primera Division verloren. Atletico wartet seit Februar 2016 auf einen Liga-Sieg gegen den Stadtrivalen.

USA: Columbus Crew hat sich zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den Titel in der Major League Soccer (MLS) gesichert. Das Team aus dem US-Bundesstaat Ohio setzte sich im Finale der nordamerikanischen Fußball-Profiliga mit 3:0 (2:0) gegen Vorjahressieger Seattle Sounders durch. Columbus hatte 2008 erstmals den MLS Cup gewonnen. Der Argentinier Lucas Zelarayan (25./82.) trug mit zwei Toren maßgeblich zum Erfolg bei. Den Treffer von Derrick Etienne (31.) bereitete er zudem vor. Seattle verpasste dadurch den dritten Titel in den vergangenen fünf Jahren. Rund 1500 Zuschauer waren im Stadion trotz der Coronakrise zum Finale zugelassen. Die Saison war aufgrund der Pandemie von März bis Juli unterbrochen. Der Spielbetrieb wurde mit einem Restart-Turnier in Orlando/Florida wieder aufgenommen.

© SZ.de/dpa/sid/bek
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