MeinungFifaÜberraschung: Der König macht, was er will

Kommentar von Martin Schneider

Lesezeit: 3 Min.

Hat hier jemand Ethik gesagt? Fifa-Präsident Gianno Infantino bei einer Rede im Trump Tower.
Hat hier jemand Ethik gesagt? Fifa-Präsident Gianno Infantino bei einer Rede im Trump Tower.
Evan Vucci/Reuters

Der globale Fußball hat über Jahre zugelassen, dass Gianni Infantino als Fifa-Präsident die totale Kontrolle übernimmt. Nun bekommt er die Quittung.

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Es lohnt in diesen Tagen noch mal, an Hans-Joachim Eckert zu erinnern. Eckert ist ein deutscher Jurist, er war lange am Landgericht München tätig, aber in der Fußballwelt tauchte sein Name auf, weil er von 2012 bis 2017 Vorsitzender der rechtsprechenden Kammer der Fifa-Ethikkommission war. Die Fifa-Ethikkommission war damals in der Präsidentschaft von Sepp Blatter hauptsächlich Gegenstand von Witzen. Haha, ausgerechnet der Weltfußballverband hat eine Ethikkommission, wo doch viele ihrer Führungsfiguren so offensichtlich hochkorrupt waren, dass man ihnen in einem Comic Anzüge aus Geldscheinen angezogen hätte. Aber diese Witze verkannten, dass Eckert und seine Kollegen damals in ihrer Rolle als Ethiker unter anderem den Präsidenten Blatter sperrten.

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SZ PlusVon Johannes Aumüller und Thomas Kistner

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