Zehn Jahre Fifa-PräsidentDie größten Skandale von Gianni Infantino

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Spaß hinter Glas: Gianni Infantino mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman (links) und Russlands Präsident Wladimir Putin (rechts) während der WM 2018.
Spaß hinter Glas: Gianni Infantino mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman (links) und Russlands Präsident Wladimir Putin (rechts) während der WM 2018. Peter Schatz/ActionPictures/Imago

Niemand im Weltsport hat so viele Affären angesammelt wie Fifa-Boss Gianni Infantino. Ein Streifzug durch seine Amtszeit – von dubiosen Geheimtreffen bis zu einem seltsamen Surinam-Flug.

Von Johannes Aumüller und Thomas Kistner

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Eine dubiose Wahl

Als Mitte 2015 der damalige Fifa-Präsident Sepp Blatter unter dem Druck der US-Justiz seinen Rückzug ankündigen muss, ist Gianni Infantino ein Funktionär in der zweiten Reihe: Generalsekretär bei Europas Fußball-Union (Uefa). Als designierter Blatter-Nachfolger gilt sein Chef, Uefa-Präsident Michel Platini. Doch dessen Ambitionen werden jäh gestoppt: Die Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) eröffnet ein Verfahren gegen den Franzosen sowie gegen Blatter – wegen einer Zwei-Millionen-Franken-Zahlung der Fifa an Platini aus dem Jahr 2011. Platini wird suspendiert, sein General Infantino springt als angeblicher Platzhalter Platinis im Wahlkampf ein und setzt sich im Februar 2016 mit US-Hilfe gegen Scheich Salman aus Bahrain durch. Später fliegt auf, dass sich die Aktivitäten der BA in der Platini/Blatter-Causa im Sommer 2015 just nach dem Besuch eines Schulfreundes von Infantino intensivierten (jeder Beteiligte bestritt ein Fehlverhalten). Neun Jahre später werden Platini und Blatter in dem Verfahren um diese Zwei-Millionen-Zahlung endgültig freigesprochen. Aber da ist Infantino längst sicher im Amt.

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Fifa
:Der große Deal

Gianni Infantino führt die Fifa von Skandal zu Skandal – und die Justiz schaut zu. Nicht nur in der Schweiz, auch in den USA. Steckt dahinter System? Recherchen zeigen, wie eine Konstellation entstand, die alle zufriedenstellte: Der Fifa-Boss ist unantastbar – und Amerika hat die WM 2026. Die Geschichte eines schmutzigen Masterplans.

SZ PlusVon Johannes Aumüller, Claudio Catuogno und Thomas Kistner

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