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Tennis:Kohlschreiber marschiert ins Viertelfinale

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Philipp Kohlschreiber findet weiter zu seinem Spiel.

(Foto: imago/PanoramiC)

Zum ersten Mal seit fast acht Jahren erreicht der Deutsche wieder das Viertelfinale eines Mastersturniers. Südkorea sperrt zwei Olympia-Skifahrer wegen sexueller Übergriffe.

Tennis: Tennisprofi Philipp Kohlschreiber hat im kalifornischen Indian Wells erstmals seit fast acht Jahren wieder das Viertelfinale eines Mastersturniers erreicht. Der 34 Jahre alte Augsburger setzte sich einen Tag nach seinem Überraschungssieg über den Weltranglistendritten Marin Cilic (Kroatien) auch gegen den Franzosen Pierre-Hugues Herbert souverän mit 6:4, 7:6 (7:1) durch. In der Runde der letzten Acht bekommt es Kohlschreiber mit dem an Nummer sechs gesetzten Argentinier Juan Martin del Potro zu tun. Bei seinen bisherigen vier Viertelfinalteilnahmen bei den hochdotierten und hochklassig besetzten Masters-Turnieren war Kohlschreiber jeweils ausgeschieden.

Jeweils zu Beginn der Sätze nahm er dem zweimaligen Grand-Slam-Sieger im Doppel dessen Aufschlag ab und gab sich selbst nur einmal eine Blöße, als er beim Stand von 5:4 zum Match servierte. Im Tiebreak setzte sich Kohlschreiber jedoch durch und verwandelte nach 1:29 Stunden seinen ersten Matchball zum Sieg. Beim mit 7,972 Millionen Dollar dotierten Hartplatzturnier in der kalifornischen Wüste ist Kohlschreiber im Feld der Männer seit der dritten Runde der einzige Deutsche. Zuvor hatten die Zverev-Brüder Alexander und Mischa in der zweiten Runde sowie Jan-Lennard Struff (Warstein) und Peter Gojowczyk (München) zum Auftakt verloren. Bei den Frauen spielt die ehemalige Weltranglistenerste Angelique Kerber (Kiel) am Donnerstag gegen die Russin Darja Kassatkina um den Einzug ins Halbfinale. Kerber hatte im Achtelfinale die Französin Caroline Garcia mit 6:1, 6:1 deklassiert und damit ihre starke Form des Saisonstarts in Australien auch in den USA unter Beweis gestellt.

Wintersport: Zwei südkoreanische Olympia-Teilnehmer sind wegen sexueller Belästigung ihrer Teamkolleginnen vom Skiverband ihres Landes lebenslang gesperrt worden. Den beiden Ski-Freestylern Jae-woo Choi (24) und Ji-hyon Kim (23), die bei den Winterspielen in Pyeongchang am Start waren, wurden in einem ersten Schritt ihre Registrierungen als Skifahrer entzogen.

Der Vorfall soll sich bei einem Wettkampf vor wenigen Tagen in Japan ereignet haben. Dabei hätten Choi und Kim in ihrem Hotelzimmer Alkohol getrunken und ihre Mannschaftskolleginnen aus dem Nebenzimmer aufgefordert, sich ihnen anzuschließen. Als diese das ablehnten, seien Choi und Kim zudringlich und handgreiflich geworden. Die Frauen erstatteten nach der Rückkehr in ihr Heimatland Anzeige. Der in Korea populäre Choi liegt derzeit auf Platz sechs im Weltcup und war in Pyeongchang bis ins Finale gekommen. Kim war in der Qualifikation ausgeschieden.

Paralympics: Die deutschen Rollstuhl-Curler sind bei den Paralympics in Pyeongchang trotz eines starken Turnierauftakts in der Vorrunde gescheitert. Beim 2:6 gegen Kanada kassierte die Mannschaft um Skip Christiane Putzich am Donnerstag die fünfte Niederlage in Serie und hat mit einer Bilanz von 4:6 Siegen schon vor dem abschließenden Spiel gegen Finnland keine Chance mehr auf das Erreichen des Halbfinals.

Das Team von Bundestrainer Bernd Weißer war mit 4:1 Siegen in das Turnier gestartet und hatte dabei überraschend auch die Neutralen Paralympischen Athleten aus Russland und Gastgeber Südkorea geschlagen. Auch bei der bis dahin einzigen Teilnahme 2010 in Vancouver waren die deutschen Curler in der Vorrunde gescheitert.

Eishockey: Die beiden Eishockey-Nationalspieler Leon Draisaitl und Tom Kühnhackl haben mit ihren Mannschaften in der nordamerikanischen Profiliga NHL knappe Niederlagen kassiert. Draisaitl (22) verlor mit den Edmonton Oilers gegen die San Jose Sharks mit 3:4 nach Verlängerung, ebenfalls mit 3:4 in der Overtime mussten sich Kühnhackl (26) und Meister Pittsburgh Penguins den New York Rangers geschlagen geben.

Während die Penguins mit 85 Punkten als Tabellenzweiter der Metropolitan Division aber weiterhin klar auf Play-off-Kurs liegen, wird die Meisterschaftsrunde immer wahrscheinlicher ohne die Oilers stattfinden. Nach der zweiten Niederlage nacheinander belegt der fünfmalige Stanley-Cup-Sieger mit 65 Zählern nur den drittletzten Rang im Westen.

Basketball: Ohne seinen verletzten Basketball-Nationalspieler Daniel Theis hat Rekordmeister Boston Celtics in der nordamerikanischen Profiliga NBA denkbar knapp verloren. Nach zweimaliger Verlängerung unterlagen die Celtics, die wegen eines Meniskus-Risses bis zum Saisonende ohne Theis (25) auskommen müssen, den Washington Wizards mit 124:125.

Sorgen um die Play-off-Teilnahme muss sich Boston, das zudem ohne Kyrie Irving (Knieblessur) antrat, nach der zweiten Niederlage nacheinander allerdings nicht machen. Das Team aus Massachusetts ist als Zweiter im Osten bereits für die Meisterschaftsrunde qualifiziert.

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© SZ.de/dpa/sid/ebc
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