2. Bundesliga HSV dementiert Trennung von Hannes Wolf

Für Trainer Hannes Wolf ist Schluss beim HSV.

(Foto: Bongarts/Getty Images)
  • Am Mittwoch meldet die Bild-Zeitung das Ende von Trainer Hannes Wolf am Saisonende und zitiert Sportvorstand Ralf Becker.
  • Doch Becker gibt an, falsch zitiert worden zu sein. Über die Zukunft von Wolf werde erst nach dem 34. Spieltag entschieden.

Der Hamburger SV dementiert die angebliche Trennung von Trainer Hannes Wolf zum Saisonende. "Die Aussagen von Bernd Hoffmann am Vortag zum Trainer haben Bestand", teilte der Verein am Mittwoch mit. Damit soll über Wolfs Zukunft in Hamburg erst nach dem letzten Saisonspiel am Sonntag gegen den MSV Duisburg beraten werden.

Zuvor hatte die Bild-Zeitung Sportvorstand Ralf Becker zitiert: "Ich habe Hannes nach dem 0:3 gegen Ingolstadt gesagt, dass es für ihn hier im Sommer nicht weitergehen wird, dass wir etwas anderes machen wollen." Becker ließ mitteilen, dass er falsch zitiert worden sei. In seiner Aussage sei das Wort "vielleicht" unterschlagen worden. Allerdings zitiert ihn die Bild auch mit den Worten: "Wir mussten am Ende überlegen, was das Beste für den HSV ist", so Becker weiter.

Nach einer desaströsen Rückrunde und zuletzt acht Spielen ohne Sieg werden bereits seit Tagen mögliche Nachfolger von Wolf an der Elbe gehandelt. Zuletzt hatte HSV-Investor Klaus Michael Kühne offen die Ablösung von Wolf gefordert. Er habe dem Aufsichtsrat und dem Vorstand schon im Februar "schriftlich empfohlen, den Trainer auszuwechseln, weil sich mit dem in Regensburg verlorenen Spiel der Niedergang für mich abzeichnete und er durch falsche Entscheidungen des Trainers gekennzeichnet war", teilte der Milliardär mit: "Die fehlende Handlungsbereitschaft der einschlägigen Gremien war aus meiner Sicht verhängnisvoll."

Alexander Zorniger (zuletzt Bröndby IF), Dieter Hecking (noch Borussia Mönchengladbach) und Peter Stöger (zuletzt Borussia Dortmund) gelten als potentielle Kandidaten, um den HSV dann in der zweiten Zweitliga-Saison der Vereinsgeschichte wieder auf die große Bühne zurückzuführen. Bruno Labbadia (noch VfL Wolfsburg) sieht seine Zukunft eher im Ausland.

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