Hoffenheim siegt:Fürs gute Gefühl

Bundesliga - TSG Hoffenheim v VfL Wolfsburg

Läuft doch: Pavel Kaderabek bejubelt seinen Treffer gegen Wolfsburg.

(Foto: Heiko Becker/Reuters)

Bei der TSG Hoffenheim zahlt sich das Vertrauen des Trainers Hoeneß in seinen Frontmann aus. Der so stark in die Saison gestartete VfL Wolfsburg muss den FC Bayern in der Tabelle erst einmal ziehen lassen.

Schon vor der Partie seiner Hoffenheimer sagte der Trainer Sebastian Hoeneß über seinen Angreifer Andrej Kramaric beim TV-Sender Sky: "Ich mache mir keine Sorgen, und so lange wir eine Vielzahl von Torchancen herausspielen, wird Andrej auch wieder treffen." Gesagt, getan: Kramaric erzielte nach einer Ecke von David Raum vom zweiten Pfosten aus das 1:1 gegen den VfL Wolfsburg. Es war das erste Saisontor für den nominell stärksten TSG-Angreifer - und der Auftakt auf dem Weg, das Spiel zu drehen. Da haben sich die von Hoeneß angesprochenen Extraschichten im Training gelohnt.

Kramaric (45.+2), Christoph Baumgartner (73.) und Pavel Kaderabek (81.) trafen für die Hoffenheimer, die nunmehr acht Zähler auf ihrem Konto haben. Die Wolfsburger verpatzten durch das 1:3 (1:1) dagegen die Generalprobe für ihr erstes Heimspiel in der neuen Saison der Champions League am Mittwoch gegen den FC Sevilla. Daran änderte auch das Führungstor von Ridle Baku (25.) nichts. "Der Sieg war extrem wichtig für uns. Wir waren in einer schwierigen Phase", sagte der Österreicher Baumgartner bei Sky: "Aufgrund des Willens und der Moral war der Sieg verdient."

Erst gegen Ende der ersten Hälfte sorgt Kramaric für Gefahr

Hoeneß' Gegenüber Mark van Bommel saß schon in der Nachspielzeit nachdenklich an der Seitenlinie. Nach dem Schlusspfiff stapfte der frustrierte VfL-Trainer noch kurz aufs Feld - und verschwand dann zügig in der Kabine. Die mäßige Laune war verständlich, schließlich verpasste es der VfL durch die erste Saisonniederlage, nach Punkten mit dem Spitzenreiter FC Bayern München gleichzuziehen. Es war ein erster Dämpfer für die Wolfsburger nach dem Start mit vier Siegen und einem Remis.

Die 8523 Zuschauer in der Rhein-Neckar-Arena sahen bis Mitte der ersten Hälfte eine Partie ohne große Höhepunkte, ehe dann Nationalspieler Baku sehenswert mit einem Distanzschuss traf. Allerdings hatten die TSG-Abwehrleute dem Außenstürmer, der von Maximilian Philipp bedient wurde, auch zu viel Platz gelassen.

Erst gegen Ende der ersten Hälfte sorgte Kramaric dann so langsam für Gefahr auf der anderen Spielfeldseite. Während der TSG-Stürmer in der 39. Minute nur das Außennetz traf, machte er es in der Nachspielzeit per Kopf besser, ein durchaus schmeichelhafter Ausgleich. "Wir wussten, dass wir eine gewisse Leidensfähigkeit brauchen", sagte Hoeneß. "Ich habe aber eine Mannschaft gesehen, die auch nach dem 0:1 nicht aufgesteckt hat." Und so drehten seine effizienteren Spieler die Partie letztlich vollends. "Wir haben uns den Sieg erkämpft, der tut gut."

© SZ/sid/dpa/sz/jki/cca
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