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Hoffenheim:Heimdebakel

15 09 2019 Deutschland Sinsheim Fußball Bundesliga 4 Spieltag Saison 2019 2020 Fußball TSG 1899

Beste Übersicht: Janik Haberer baut Freiburgs Führung mit einem Flachschuss aus 15 Metern aus.

(Foto: Baumann/imago)

Der SC Freiburg hat im badischen Bundesliga-Duell die TSG 1899 mit 3:0 düpiert und ist auf den dritten Tabellenplatz gestürmt. Die hervorragend organisierten Gäste überzeugten schon im ersten Durchgang mit aggressivem Forechecking.

Der SC Freiburg hat im badischen Duell die TSG 1899 Hoffenheim düpiert und ist auf den dritten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga gestürmt. Die Mannschaft von Trainer Christian Streich gewann am Sonntag mit 3:0 (2:0) nach Toren von Christian Günter (11.), Janik Haberer (38.) und Nils Petersen (59.). Vor 29 395 Zuschauern in Sinsheim überzeugten die Gäste auf ganzer Linie und stehen nach dem vierten Spieltag sogar vor dem FC Bayern München. Dabei hatte Freiburg zuvor nur eines der letzten elf Spiele gegen Hoffenheim gewonnen.

"Es fühlt sich richtig gut an", sagte Haberer beim Fernsehsender Sky. Im Sinne seines Trainers bremste der Schütze aber sofort die Euphorie: "Es kommen auch wieder andere Zeiten", mahnte er, "unser primäres Ziel ist es, die Klasse zu halten."

Streich gewann damit auch das Duell zwischen dem dienstältesten Chefcoach der Liga und dem Trainer-Neuling Alfred Schreuder, dessen neu formiertes Team nach der Ära des Trainers Julian Nagelsmann erst noch zusammenwachsen muss.

Die Gäste überzeugten schon im ersten Durchgang mit aggressivem Forechecking. Mitunter wussten TSG-Torhüter Oliver Baumann und seine Vorderleute kaum, wie sie die Bälle ins Mittelfeld befördern sollten. Mit einem Schuss aus spitzem Winkel erzielte Günter das frühe 1:0.

Die Breisgauer waren ohne Luca Waldschmidt in der Startelf aufgelaufen, der kürzlich erstmals im Nationalmannschafts-Aufgebot von Bundestrainer Joachim Löw stand. Routinier Petersen spielte in der Spitze. Als der 23-Jährige Waldschmidt nach 77 Minuten kam, war die Partie bereits entschieden. Bei den Freiburgern fehlte zudem, wie angekündigt, Last-Minute-Zugang Vincenzo Grifo. Der italienische Nationalspieler war kurz vor Transferschluss von Hoffenheim nach Freiburg gewechselt. Die TSG hätte ihn gerne behalten; sie verfügte über eine Klausel, wonach der Offensivmann gegen seinen Ex-Klub nicht auflaufen darf. Auf Vorarbeit von Frantz traf dann Haberer zum 2:0.

In Lukas Rupp und Jürgen Locadia brachte TSG-Coach Schreuder nach der Pause zwei neue Kräfte. Doch ein Schussversuch von Freiburgs Günter geriet zur Vorlage für Petersen, der sicher zum 3:0 einschoss und die Hoffenheimer vorzeitig demoralisierte.