FC Bayern Der Bayern-Präsident spricht über seinen Rückzug

Uli Hoeneß (l.) kann sich ein baldiges Ende als FC-Bayern-Präsident vorstellen.

(Foto: dpa)
  • Bayern-Präsident Uli Hoeneß kann sich ein baldiges Ende seiner Amtszeit vorstellen.
  • In Dresden spricht er auf einer Veranstaltung auch über seinen Wunschnachfolger.
  • Seit 2009 ist er mit Unterbrechungen Klub-Präsident, zuvor war er Manager des deutschen Rekordmeisters.

Der Bayern-Präsident Uli Hoeneß will seinen Posten voraussichtlich bald übergeben. Die Bild berichtet, dass der 66-Jährige auf der Veranstaltung "sächsischer Wirtschaftsdialog saxxess" im Stadion von Dynamo Dresden wörtlich sagte: "Wenn ich wüsste, der oder der kann das, würde ich nächstes Jahr aufhören."

So offen hat der frühere Fußballer noch nie über seinen Rückzug gesprochen. Allerdings werde die Suche nach einem Nachfolger schwierig: "Wir müssen die eierlegende Wollmilchsau finden." So schnell dürfte sich der Nachfolger also nicht präsentieren. Hoeneß ist vorerst bis 2019 gewählt, eine Verlängerung der Amtszeit ist aber aufgrund seiner Popularität im Verein sehr wahrscheinlich.

Nachfolger solle jemand aus dem Fußball sein - mit menschlicher Seite

Dennoch scheint Hoeneß mittlerweile dem Ende seiner Zeit als Bayern-Funktionär nahe zu sein: "Ich mache diesen Job noch zwei, drei Jahre und will meinem Nachfolger eine volle Kasse übergeben", sagte er. "Dann können sie mit dem Geld machen, was sie wollen." Sein Nachfolger solle ein Präsident sein, der aus dem Fußball komme und eine menschliche Seite habe.

Hoeneß ist mit Unterbrechungen seit 2009 als Präsident der Bayern tätig und seit 2010 außerdem Aufsichtsratsvorsitzender. Zuvor amtierte er seit 1979 als Manager der Münchner.

Im Zuge seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung hatte Hoeneß im März 2014 seine Ämter in den Führungsgremien des deutschen Branchenführers aufgegeben. Nach seiner Haftentlassung wurde Hoeneß im November 2016 erneut zum Präsidenten gewählt und im Februar 2017 auch wieder zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates ernannt.

Hoeneß' kalkulierte Anti-Arroganz-Aussage

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