Bundesliga„Völlig gaga“ – Hoeneß kritisiert internationalen Transfermarkt

Uli Hoeneß, hier bei einer Veranstaltung im März 2023.
Uli Hoeneß, hier bei einer Veranstaltung im März 2023. Alexander Hassenstein/Getty Images

Der Ehrenpräsident des FC Bayern schaut bei einer DFL-Veranstaltung „fassungslos“ auf das kürzlich vergangene Wechselfenster. Er ruft die Bundesliga dazu auf, ihren eigenen Weg zu gehen.

Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß ist entsetzt über die jüngsten Entwicklungen auf dem internationalen Transfermarkt. „Ich war fassungslos, was die letzten sechs, acht Wochen im internationalen Fußball los war“, sagte der 73-Jährige bei einer Veranstaltung der Deutschen Fußball Liga in Berlin.

Die hohen Summen, die im Sommertransferfenster bewegt wurden, bezeichnete Hoeneß als „völlig gaga“ und meinte: „Irgendwann sagt der Bürger: ‚Sind die völlig bekloppt?‘“

Die Bayern waren zuletzt im Werben um die Nationalspieler Florian Wirtz, der zum FC Liverpool wechselte, und Nick Woltemade, der nun für Newcastle United spielt, auch an der Finanzkraft der englischen Premier League gescheitert. Die englischen Topklubs gaben im Sommer mehr als 3,5 Milliarden Euro für Zugänge aus und stellten damit einen Rekord auf.

Hoeneß warnte: „Das kann nicht gutgehen.“ Die Bundesliga sei gut beraten, ihren eigenen Weg zu gehen, und müsse dabei eine Führungsrolle übernehmen. „Wir müssen Stärke zeigen und nicht das Geld der Araber, der amerikanischen Hedgefonds nehmen“, forderte der langjährige Bayern-Manager. Die DFL müsse sicherstellen, dass die Bundesligisten „dieses Geld nie annehmen müssen“.

Den Rekordmeister aus München erklärte Hoeneß für die kommende Europapokal-Spielzeit kurzerhand zum Außenseiter. „Ich freue mich auf diese kommende Saison, weil wir so wie Hoffenheim in die kommende Champions-League-Saison gehen. Keiner rechnet mit uns“, sagte der Weltmeister von 1974, der von der DFL für seine Verdienste um den deutschen Profifußball mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet wurde.

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