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Uli Hoeneß:"Dortmund war so klug, in den letzten Monaten nie über Bayern München zu sprechen"

Uli Hoeneß

FC Bayern-Boss Uli Hoeneß setzt sich aktiv ein - für Niko Kovac und den Basketball.

(Foto: Matthias Balk/dpa)
  • Uli Hoeneß sieht die Probleme bei Borussia Dortmund ohne jede Schadenfreude.
  • Der BVB habe nicht über Bayern gesprochen, als es schlecht lief - das gelte nun auch umgekehrt.
  • Neues gibt es in Sachen der geplanten Halle für die Bayern-Basketballer und die Eishockey-Profis des EHC München.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß wollte sich vor der Kraftprobe mit Jürgen Klopps FC Liverpool in der Champions League nicht konkret auf Fragen zu einer möglichen künftigen Liaison mit dem deutschen Coach der "Reds" einlassen. "Darüber denken wir heute nicht nach. Wir haben einen Trainer, mit dem wir sehr zufrieden sind", sagte Hoeneß am Donnerstag in München mit dem Verweis auf Niko Kovac, 47. Den aktuellen Coach schätzt er nach wie vor sehr. "Die Mannschaft entwickelt sich im Moment sehr gut. Wir leben im Hier und Heute und damit sollten wir es belassen."

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Hoeneß berichtete bei einem Termin zum Bau der neuen Eishockey -und Basketballhalle in München selbst, dass er Klopp, 51, sehr schätze. Er wollte ihn im vergangenen Jahrzehnt sogar aus Mainz nach München holen. "Ich hatte mit ihm schon vor vielen Jahren einmal eine Zusammenarbeit vereinbart, bis wir dann Jürgen Klinsmann verpflichtet haben", erzählte Hoeneß mal wieder die bekannte, aber für viele inzwischen vergessene Episode aus der Vergangenheit.

Der ehemalige Bundestrainer Klinsmann übernahm am 1. Juli 2008 in München, Klopp wechselte aus Mainz zu Borussia Dortmund - mit deutlich größerem Erfolg. Klinsmann wurde bereits im April 2009 beim FC Bayern für den Rest der Saison durch Jupp Heynckes ersetzt. Klopp ist langfristig an den FC Liverpool gebunden. Sein aktueller Vertrag beim Premier-League-Klub ist bis zum 30. Juni 2022 datiert - kommende Woche trifft man sich in Liverpool.

Und wo Hoeneß schonmal da war, sprach er auch über den großen Liga-Rivalen BVB. Nach dessen deutlicher Champions-League-Niederlage gegen Tottenham Hotspur zeigte Hoeneß aber Zurückhaltung. "Borussia Dortmund war so klug, in den letzten Monaten nie über Bayern München zu sprechen. Und das wollen wir auch umgekehrt so halten", sagte der 67 Jahre alte Hoeneß.

"Schadenfreude" kenne er im Sport nicht. Über mögliche Auswirkungen der aktuellen BVB-Krise auf die Meisterschaftsentscheidung in der Fußball-Bundesliga mochte Hoeneß auf Nachfrage nicht eingehen. "Wir haben es als sehr angenehm empfunden, dass Borussia Dortmund in den letzten Wochen und Monaten, als wir nicht so gut waren, nicht über uns geredet hat. Wenn wir klug sind, werden wir das jetzt auch so halten", sagte der Bayern-Präsident.

Entscheidend sei, sich auf die eigenen Aufgaben an diesem Freitag beim FC Augsburg und danach im Champions-League-Achtelfinale gegen den FC Liverpool zu konzentrieren. "Wir haben im Moment einen guten Lauf. Wir müssen jetzt ruhig bleiben und dürfen nicht überheblich werden und die Aufgaben der Reihe nach angehen", sagte Hoeneß. Erst komme Augsburg, dann Liverpool - "und dann reden wir mal weiter". Die drei deutsch-englischen Achtelfinal-Duelle - Schalke trifft noch auf Manchester City - werden aus Sicht von Hoeneß Aufschluss über die Qualität der Bundesliga geben. "Ich finde es eine reizvolle Geschichte. Man kann es schon als Vergleich heranziehen, wo steht der deutsche Fußball im Vergleich zur Premier League", sagte er.

Die neue Multifunktionsarena in München scheint derweil Hoeneß' neues Lieblingsvorhaben zu werden. Die Basketballer des FC Bayern und die Eishockey-Profis des EHC Red Bull München sollen von der Saison 2021/22 an in einer neuen Sporthalle spielen. Bis zu 11 500 Zuschauer werden in der neuen Spielstätte Platz finden, deren Aussehen am Donnerstag in München vorgestellt wurde. "Ich bin schon sehr stolz, dass wir hier für die Stadt München nach der Allianz Arena ein zweites Leuchtturmprojekt realisieren konnten", sagte Hoeneß.

Den Zuschlag für den Bau der "multifunktionalen Sportarena" bekam ein dänisches Architekturbüro, das die Entscheider mit dem Entwurf überzeugte. Der österreichische Getränkekonzern Red Bull baut und finanziert die Halle. Der Softwarekonzern SAP wird Namensgeber. Die deutschen Meister im Basketball und Eishockey erhoffen sich durch die neue Halle weiteren Anschub für ihre erfolgreichen Vereine. "Ich habe immer gewusst, wenn man Basketball hier weiterentwickeln will, muss man eine andere Spielstätte haben", sagte Hoeneß, der von einem "Wahnsinnsprojekt" sprach.

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