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Hilfe für Flüchtlinge:Eisern gegen "Bild"

1. FC Union Berlin

Fußball-Zweitligist 1. FC Union Berlin beteiligt sich nicht an der geplanten "Wir helfen"-Aktion für Flüchtlinge.

(Foto: dpa)

Nach dem FC St. Pauli nimmt auch Union Berlin nicht an der "Wir helfen"-Aktion für Flüchtlinge teil. Saskia Bartusiak wird neue Spielführerin der DFB-Frauen. Barcelonas Rafinha reißt das Kreuzband.

Fußball, Aktion für Flüchtlinge: Auch Fußball-Zweitligist 1. FC Union Berlin beteiligt sich am Wochenende nicht an der für alle Vereine der 1. und 2. Fußball-Liga geplanten "Wir helfen"-Aktion für Flüchtlinge. "An der für den kommenden Bundesligaspieltag geplanten Aktion einer Boulevardzeitung wird der 1. FC Union Berlin nicht teilnehmen", teilte der Verein am Donnerstag in einer Presseinformation mit. Tags zuvor hatte bereits der FC St. Pauli seinen Verzicht auf die Kampagne der Liga, des DFL-Partners Hermes und der Bild-Zeitung erklärt.

Die "Eisernen" werden nun auf ihre eigene Art auf die dramatische Zuspitzung der Flüchtlingssituation reagieren. Der Klub entschied, seine Pläne für die Anfang des Jahres erworbene Immobilie für ein Fanhaus in unmittelbarer Stadionnähe zurückzustellen und es dem Land Berlin als Unterbringungsmöglichkeit für Flüchtlinge in den Wintermonaten zur Verfügung zu stellen. "Wir können Flüchtlingsströme nicht beeinflussen oder die internationale Politik verändern und als Fußballverein ist es auch nicht unsere Aufgabe", sagte Union-Präsident Dirk Zingler. "Aber wir sind humanistischen Grundwerten verpflichtet und können hier in unserer Stadt, in unserem Umfeld denjenigen helfen, die unsere Hilfe brauchen. Wenn durch die Bereitstellung unserer Flächen nur eine Sporthalle in Berlin weniger umgewidmet werden muss, ist allen geholfen."

Frauenfußball, Nationalmannschaft: Saskia Bartusiak ist neuer Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft der Frauen. Die Frankfurterin wurde von Bundestrainerin Silvia Neid und dem Trainerteam zur Nachfolgerin von Nadine Angerer bestimmt, die ihre Laufbahn beendet hat. Bartusiak führt die deutsche Auswahl am Freitag in Halle/Saale erstmals als Spielführerin in die EM-Qualifikations-Begegnung gegen Ungarn. Ihr Team ist in Staffel 3, zu der noch Russland und Kroatien gehören, der klare Favorit auf die Fahrkarten zum Championat 2017 in den Niederlanden.

Basketball, Dennis Schröder: Spielerberater Ademola Okulaja hat seinen Schützling Dennis Schröder gegen die Kritik nach der Basketball-EM in Schutz genommen. "Es sagt niemand, dass Dennis keine Fehler gemacht hat, aber es ist so typisch Deutsch, dass er sofort perfekt sein muss", sagte Okulaja dem Online-Portal sport1.de. Zuletzt hatte Marko Pesic, Geschäftsführer vom FC Bayern München, Schröder in einem Interview der Süddeutschen Zeitung attackiert. "Wenn Schröder in Zukunft Anführer der Nationalmannschaft sein möchte, wird das so nicht funktionieren: ich, ich, ich! Dann werden sich sehr bald Teamkollegen von ihm abwenden", hatte Pesic gesagt.

Okulaja, Berater von Schröder, stören vor allem die ständigen Vergleiche mit Superstar Dirk Nowitzki. "Beide sind eigenständige Persönlichkeiten, damit müssen sich langsam mal alle abfinden. Und das ist auch gut so. Warum soll sich Dennis für irgendwelche Kritiker verbiegen, wenn er mit seiner Art erfolgreich ist", sagte Okulaja. "Dennis ist der beste Point Guard, den Deutschland jemals hatte. Punkt", meinte der 40-jährige Ex-Nationalspieler. Schröder hatte bei der EM mit der Vorrunde in Berlin, bei der die deutschen Mannschaft bereits in der Gruppenphase gescheitert war, im letzten Spiel gegen Spanien in den Schlusssekunden den entscheidenden Freiwurf vergeben. Für Aufsehen hatte zudem seine öffentliche Kritik an der Taktik von Bundestrainer Chris Fleming nach dem Italien-Spiel gesorgt.

Fußball, FC Barcelona: Mittelfeldspieler Rafinha vom FC Barcelona hat sich einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen und fällt für mehrere Monate aus. Der Bruder von Fußball-Profi Thiago vom FC Bayern München, der wegen drei Innenbandrissen am rechten Knie ebenfalls über ein Jahr verletzt gefehlt hatte, soll in den kommenden Tagen operiert werden, teilte sein Club am Donnerstag mit. Der 22-Jährige hatte sich die Verletzung am Mittwochabend beim 1:1 in der Champions League gegen den AS Rom zugezogen. Er war in der 61. Minute eingewechselt worden, musste nach einem Foul von Roms Radja Nainggolan aber nur wenige Minuten später wieder vom Platz gebracht werden.

© SZ.de/sid/dpa/chge
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