Der Berliner Fußball-Zweitligist Hertha BSC muss den Traum von der Rückkehr in die Bundesliga langsam abhaken. Beim direkten Konkurrenten SC Paderborn kassierte die Hertha am Sonntag ein herbes 2:5 (1:3). Mit weiterhin 34 Punkten liegt das Team von Trainer Stefan Leitl nun bereits zehn Zähler hinter dem Relegationsrang drei. Für Paderborn trafen Sebastian Klaas (7.), Tjark Scheller (20.), Nick Bätzner (45.+4), Mika Baur (65., Foulelfmeter) und Raphael Obermair (68.). Die Hertha-Tore durch Luca Schuler (39.) und Josip Brekalo (70.) waren nur Ergebniskosmetik. Aus den vergangenen neun Ligaspielen holte die Hertha nur einen Sieg. Der SC Paderborn (43 Punkte) bleibt hingegen als Tabellenvierter in Schlagdistanz zum Spitzentrio Schalke, Darmstadt und Elversberg – auch diese drei Teams hatten zuvor ihre Heimspiele des Wochenendes gewonnen.
In der ersten Halbzeit spielte zunächst nur Paderborn, Hertha agierte viel zu harmlos. Folglich drückte Klaas eine Flanke von Obermair über die Linie. Die Berliner liefen in der Folge meist hinterher. Scheller erhöhte nach einem Eckball. In dieser Drangphase veredelte Schuler Herthas ersten gefährlichen Angriff per Hacke zum überraschenden Anschlusstreffer. Unmittelbar vor der Pause schoss aber Bätzner einen Abpraller zum 3:1 ein. Nach der Pause wechselte Hertha-Coach Leitl dreimal, sein Team wirkte etwas griffiger. Dieses Aufbäumen wurde aber jäh unterbunden, als Baur einen Strafstoß für Paderborn verwandelte. Wenig später legte Obermair nach – der schwarze Hertha-Sonntag war perfekt.