Hertha BSC Berlin:Auch Boetius hat Hodenkrebs

Nach Klubkollege Richter, Baumgartl und Haller ist er bereits der vierte Profi, der innerhalb weniger Monate an Hodenkrebs erkrankt.

Fußball-Bundesligist Hertha BSC muss vorerst auf Mittelfeldspieler Jean-Paul Boetius verzichten. Bei dem niederländischen Sommer-Zugang wurde bei einer urologischen Untersuchung am Mittwoch ein Tumor im Hoden diagnostiziert, wie die Berliner tags darauf mitteilten. Der 28-Jährige soll bereits am Freitag operiert werden. "So bitter diese Nachricht im ersten Moment auch ist: Wir sind voller Hoffnung und Zuversicht, dass Jean-Paul wieder gesund wird und schnellstmöglich in unseren Kreis zurückkehrt", sagte Hertha-Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic, "bis zu seiner Rückkehr bekommt er von uns jede erdenkliche Unterstützung." Boetius war erst im Juli von Mainz 05 zum Hauptstadtklub gewechselt und kam bisher in sechs Ligaspielen für die Hertha zum Einsatz.

Bereits in der vergangenen Saison war ein Hertha-Profi, Marco Richter, nach einer Hodenkrebs-Diagnose ausgefallen. Richter steht seit einigen Spielen wieder auf dem Platz, er konnte seit seinem Comeback bereits mit zwei Toren glänzen. In der Fußball-Bundesliga ist es bereits der vierte Hodenkrebs-Fall innerhalb weniger Monate. Timo Baumgartl (Union Berlin) ist gerade genesen auf den Platz zurückgekehrt, Borussia Dortmunds Sturm-Zugang Sebastien Haller fällt wegen seiner Behandlung noch längere Zeit aus.

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