Henrikh Mkhitaryan zum BVB Mkhitaryans Mutter schaltet sich ein

Reich geworden ist Raiola unter anderem mit seinem Klienten Pavel Nedved. Raiola war eine zentrale Figur im großen italienischen Fußball-Skandal von 2006, bei dem der langjährige Pate von Juventus Turin, Luciano Moggi, aufflog. Abgehörte Telefonate zwischen Raiola und Moggi offenbarten damals die Abgründe der Methoden des Beraters. In italienischen Zeitungen wie Republicca wird Raiola als "eine der gefährlichsten Figuren des Fußballs" bezeichnet.

Seither ist Raiola bei Juventus Turin zur unerwünschten Person erklärt. Das könnte der Grund sein, warum Juventus, das in den letzten Tagen angeblich bei Donezk ins Wettbieten um Mkhitaryan eingestiegen war, keine Chance hatte. Der wichtigste Grund, warum Dortmund wohl dennoch an Konkurrenten wie Liverpool und Tottenham vorbeiziehen kann, ist die mit dem Standort Deutschland und dem BVB verbundene Seriosität und Sicherheit. Der Wechsel in den Westen dürfte ein Akt der Befreiung sein.

Mkhitaryans Mutter, Marina Tashchyan, ist pikanterweise in Armeniens Fußball-Verband die verantwortliche Direktorin für die Nationalmannschaft. Sie soll ihren Einfluss auf den Verbandschef Hayrapetyan geltend gemacht haben, dem Transfer ihres Sohnes keine weiteren Steine in den Weg zu legen. Henrikhs jüngere Schwester Monika ist zudem Assistentin des Uefa-Chefs Michel Platini und dafür in die Schweiz ausgewandert. Sowohl Henrikh (gerufen "Heno") als auch Monika sind rund sieben Jahre lang in Frankreich aufgewachsen, weil Mkhitaryans Vater Hamlet dort Profi beim Zweitligisten AS Valence war. Hamlet Mkhitaryan starb dort mit nur 33 Jahren an einem Hirntumor.

Transfers in der Bundesliga

Von Lückenbüßern und Kapitalvermehrern

Angesichts der verworrenen Lage, mit Oligarchen und Gaunern im Spiel, dürften Borussia Dortmunds Chefs Watzke und Zorc stolz sein, wenn sie den nicht minder verworrenen Transfer tatsächlich gedeichselt bekämen. Es wäre der vermutlich schwierigste Transfer, den je ein deutscher Klub gewagt hat. Mehrere Medien vermuten, dass Raiola und Mkhitaryan spätestens am Montag zu Verhandlungen mit dem BVB aufkreuzen. Ende offen.