Hannover (dpa) - Auch nach dem 3:0 (2:0)-Erfolg im DFB-Pokal beim Oberligisten TSV Schott Mainz war die Abberufung von Martin Kind als Geschäftsführer der ausgegliederten Profifußball-Gesellschaft bei Zweitligist Hannover 96 ein Thema. „Wir sind in der sportlichen Situation und können nur das Sportliche beeinflussen“, sagte Trainer Stefan Leitl am Sonntag.
Sportdirektor Marcus Mann und er lebten derzeit den Zusammenhalt vor. „Das ist wichtig. Diese Dinge können wir beeinflussen. Es ist wichtig, den Fokus auf die Mannschaft zu legen, um erfolgreich zu spielen“, sagte der 96-Coach. Auch Neuzugang Louis Schaub betonte das „Sportliche“, das im Vordergrund stehen müsse. „Wir müssen schauen, dass wir den Fokus auf das Fußballspielen legen, damit wir am Wochenende gute Leistungen bringen können. Sonst wird es nicht funktionieren.“
Der Vorstand des Muttervereins hatte den langjährigen Clubboss Kind am Mittwochabend überraschend als Verantwortlichen für den Profifußball-Bereich abberufen. Kind hält die Abberufung nicht für rechtmäßig und fechtet sie juristisch an.
Bei Hannover 96 gibt es eine komplizierte Struktur mehrerer Gesellschaften. Der 78 Jahre alte Kind ist Mehrheitsgesellschafter der Hannover 96 Sales&Service GmbH&Co. KG, der die Profifußball-KGaA zu 100 Prozent gehört. Da die 50+1-Regel in Deutschland jedoch vorschreibt, dass der Stammverein immer die Stimmenmehrheit in einer ausgegliederten Kapitalgesellschaft besitzen muss, werden die Geschäftsführer der KGaA von der Hannover 96 Management GmbH bestimmt. Sie gehört zu 100 Prozent dem Stammverein.
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