Hannover 96 Bader wird neuer Geschäftsführer

Neuer Geschäftsführer von Hannover 96: Martin Bader

(Foto: Micha Will/Getty Images)

Der ehemalige Nürnberger Sportvorstand arbeitet künftig bei den Niedersachsen. Mönchengladbach verlängert mit Sportdirektor Eberl. Das deutsche Davis-Cup-Team trifft auf Tschechien.

Bundesliga, Hanover 96: Martin Bader wird vom 1. Oktober 2015 an neuer Geschäftsführer beim Fußball-Bundesligisten Hannover 96. Der 47-Jährige einigte sich mit Hannovers Präsident Martin Kind auf eine Zusammenarbeit. Über die Vertragsdauer wollte der Verein keine Angaben machen. "Für Hannover 96 ist das eine zukunftsweisende Personalentscheidung", wird Kind in einer Pressemitteilung zitiert. "Herr Bader ist seit vielen Jahren ein ausgewiesener Fachmann im Profifußball. Ich freue mich, dass wir ihn für 96 gewinnen konnten."

Der diplomierte Sportökonom steht noch bis zum 30. September beim Zweitligisten 1. FC Nürnberg unter Vertrag, bei dem er zuvor elfeinhalb Jahre als Geschäftsführer und Sportdirektor tätig war. Bei den Niedersachsen wird Bader in Zukunft die Bereiche Lizenz, Nachwuchsleistungszentrum, Marketing, Sponsoring und Fanbetreuung verantworten. "Ich habe 96 immer als toporganisierten Verein wahrgenommen, dessen Strukturen und Umfeld erstklassig sind - dem wollen wir mit dem Erreichen der sportlichen Ziele gerecht werden", erklärte Bader. "Meine Wahrnehmung hat sich in den Gesprächen mit Martin Kind eindrucksvoll bestätigt."

Bundesliga, Borussia Mönchengladbach: Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach hat einen Tag nach dem ersten Saisonsieg gegen den FC Augsburg den Vertrag mit Sportdirektor Max Eberl verlängert. Wie der Club am Donnerstag mitteilte, läuft der ohnehin noch bis 30. Juni 2017 gültige Kontrakt nun für weitere drei Jahre bis 2020. "Max Eberl ist verantwortlich für die sportliche Entwicklung von Borussia Mönchengladbach in den vergangenen Jahren. Wir sind sehr zufrieden mit seiner Arbeit und freuen uns auf die langfristige weitere Zusammenarbeit", teilte Präsident Rolf Königs in einer schriftlichen Erklärung mit.

Radfahren: Tony Martin fuhr mit aufgerissenem Mund über die Ziellinie und schüttelte fassungslos mit dem Kopf. Angetreten, um sich in den Rekordbüchern des Radsports zu verewigen, erlebte der 30 Jahre alten Ausnahmefahrer auf den Straßen von Richmond eine Riesen-Enttäuschung. Martin verpasste bei den Straßen-Weltmeisterschaften nicht nur seinen angestrebten vierten WM-Titel im Einzelzeitfahren, sondern erreichte nicht einmal eine Medaille. Nach 53 Kilometern belegte er in einer Zeit von 1:03:46 Stunden den siebten Platz.

Martin lag für ihn unfassbare 1:16 Minuten hinter dem neuen Weltmeister Wasil Kirijenka. Zweiter wurde der Italiener Adrian Malori mit einem Rückstand von 9,08 Sekunden, gefolgt vom Franzosen Jerome Coppel (26,62 Sekunden zurück). Damit bleibt der Schweizer Fabian Cancellara alleiniger Rekord-Weltmeister.

"Ich habe keine Antwort und kann es nicht erklären. Ich habe mich gut gefühlt und wollte Gold gewinnen. Auf den ersten acht Kilometern war noch alles in Ordnung, aber dann habe ich meinen Rhythmus verloren und nicht wiedergefunden", sagte Martin nach dem Rennen und ergänzte: "Die zweite Hälfte war mehr ein moralischer als ein physischer Kampf." Nachdem ihm im vergangenen Jahr Olympiasieger Bradley Wiggins einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, lief diesmal in den USA alles schief.

Rugby-WM: Japans Rugby-Team hat seinen zweiten Sieg bei der Weltmeisterschaft in England deutlich verpasst. Die Asiaten verloren am Mittwoch ihr zweites Gruppenspiel gegen Schottland klar mit 10:45 (7:12). Vier Tage nach der 34:32-Sensation gegen den zweimaligen Weltmeister Südafrika konnte Japan in Gloucester den favorisierten Schotten nur eine Halbzeit lang Paroli bieten. Nach der Pause legte Schottland fünf Versuche und sicherte sich den wichtigen Bonuspunkt. Die Japaner müssen trotz des Erfolges über Südafrika um den Einzug in das Viertelfinale bangen.

Tennis: Angeführt von Angelique Kerber und Philipp Kohlschreiber haben fünf von sieben deutschen Tennisprofis bei den ATP- und WTA-Turnieren die nächste Runde erreicht. Kohlschreiber bezwang drei Tage nach seinem "Dreierpack" beim deutschen Klassenerhalt in der Davis-Cup-Weltgruppe in Metz den Australier John Millman mit 7:6 (7:5), 6:3, Fed-Cup-Spielerin Kerber siegte in Tokio gegen die Amerikanerin Madison Brengle. Nach ihrer Rückkehr in die Top Ten der Weltrangliste musste die Finalistin von 2013 allerdings zunächst Brengles harten Widerstand brechen, ehe der 5:7, 6:1, 6:0-Erfolg und damit der Einzug ins Viertelfinale feststand. Kerber trifft dort auf die frühere Weltranglistenerste Caroline Wozniaki (Dänemark), Kohlschreiber bekommt es im Achtelfinale mit dem Italiener Paolo Lorenz zu tun.

Davis-Cup-Debütant Dustin Brown (Winsen/Aller) gewann sein Auftaktmatch und trifft nun auf French-Open-Champion Stan Wawrinka (Schweiz). Benjamin Becker (Orscholz) überstand beim Turnier in St. Petersburg ebenfalls seine Erstrundenpartie. Der 34-Jährige, der am vergangenen Wochenende im Davis Cup noch mit Magenproblemen zu kämpfen hatte, setzte sich gegen den Qualifikanten Andrej Golubjew aus Kasachstan 6:4, 1:6, 6:4 durch und trifft nun auf Denis Istomin (Usbekistan).

Davis Cup: Die deutschen Tennis-Herren empfangen in der ersten Davis-Cup-Runde im kommenden Jahr die Auswahl Tschechiens. Das ergab die Auslosung am Donnerstag (Ortszeit) im chilenischen Santiago. Die Partien werden vom 4. bis 6. März 2016 gespielt. In welcher Stadt und auf welchem Belag steht noch nicht fest. Das DTB-Team hatte sich am vergangenen Wochenende durch einen 4:1-Sieg in der Dominikanischen Republik den Verbleib in der Weltgruppe der besten 16 Nationen gesichert.