50+1-Regel bei Hannover 96:Das trojanische Pferd

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50+1-Regel bei Hannover 96: Ist es endlich so weit, dass die Vereinsvertreter nichts mehr zu sagen haben? Martin Kind lässt sich ungern aus dem Sattel schmeißen.

Ist es endlich so weit, dass die Vereinsvertreter nichts mehr zu sagen haben? Martin Kind lässt sich ungern aus dem Sattel schmeißen.

(Foto: Galoppfoto/Imago)

Hannover 96 will den Geschäftsführer und Investor Martin Kind loswerden. Ein Gericht verhindert das - trotz der 50+1-Regel, die Vereinen die letzte Kontrolle geben sollte. Über einen versteckten Passus in einem geheimen Vertrag - und eine folgenreiche Entscheidung der DFL.

Von Johannes Aumüller, Markus Schäflein und Philipp Schneider, Hannover/Frankfurt

Vor gut drei Jahren präsentierten die Gesellschafter des Fußball-Zweitligisten Hannover 96 Erstaunliches. Die beiden ewigen Konfliktparteien, die seit Jahren unerbittlich um Einfluss und Kompetenzen streiten, signierten ein gemeinsames Papier. Die beiden Parteien, das sind zum einen der eingetragene Verein (e.V.), der die Mitglieder von Hannover 96 repräsentiert - und zum anderen der Profifußball-Gesellschafter Martin Kind, der millionenschwere Investor und Hörgeräte-Hersteller, der seit Jahren das Gefühl hat, dass man sein Wort im Klub noch besser vernehmen sollte, und der - man muss das so deutlich sagen - bei Hannover 96 nach der unbeschränkten Macht strebt.

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