Handball:Zum Start ein Franken-Derby

25.06.2021 Handball 2.Bundesliga TV Grosswallstadt - VFL Gummersbach emspor, emonline, rmsport,v.l., Trainer Ralf Bader; Handball

Dagegen halten und überraschen: Großwallstadts Trainer Ralf Bader.

(Foto: Joaquim Ferreira /Imago)

Die zweite Handball-Bundesliga ist stark wie nie, die drei bayerischen Vertreter gehen die Saison mit unterschiedlichen Zielen an: Coburg will vorne mitmischen, Großwallstadt überraschen und Rimpar die Klasse halten.

Von Ralf Tögel

Am Wochenende startet die äußerst stark besetzte zweite Handball-Bundesliga in den Kampf um zwei Aufstiegsplätze. Mit dabei sind vier Erstliga-Absteiger, der VfL Gummersbach, der schon in der vergangenen Spielzeit mit Macht ins Oberhaus drängte und weiter verstärkt das Versäumnis korrigieren will, einige ambitionierte Traditionsklubs - und drei bayerische Vertreter. Zum Kreis der Erstgenannten ist der HSC Coburg zu zählen, die Mannschaft von Alois Mraz musste nach dem Abstieg aus der Beletage den Abschied mehrerer Leistungsträger hinnehmen und einen "ordentlichen Umbruch" verkraften, wie Geschäftsführer Jan Gorr findet. Mit dem Kreisläufer-Duo Jan Schäffer und Stefan Bauer, die vom Erstliga-Nachbarn Erlangen kamen, dem Linkshänder-Duo Merlin Fuß und Dieudonne Mubenzem, seines Zeichens tschechischer Nationalspieler, vom TV Hüttenberg, dem estnischen Nationalspieler Karl Toom im linken Rückraum und Junioren-Nationaltorwart Jan Jochens, der vom Drittligisten Potsdam kam, sollten die Weggänge recht ordentlich kompensiert sein. Dennoch sind sich Trainer und Geschäftsführer einig, dass nicht der sofortige Wiederaufstieg das Ziel ist, man wolle sich unter den ersten Fünf etablieren. Gleich im ersten Spiel am Sonntag (16 Uhr) kommt es zum fränkischen Derby mit dem TV Großwallstadt, der sich in der Außenseiterrolle sieht. Prominenteste Zugänge beim Traditionsklub sind der Litauer Povilas Babarskas im linken Rückraum, der vom österreichischen Erstligisten Bregenz kam, sowie der türkische Nationalspieler Görkem Bicer, der Linkshänder ist auf den beiden Positionen auf der rechten Seite einsetzbar. Verstecken will sich der Gast aber nicht, wie Trainer Ralf Bader mitteilt: "Wir können dagegen halten und mit einer Top-Leistung auch überraschen." Die Halle kann voll besetzt werden, allerdings müssen Zuschauer die 3G-Regeln einhalten.

Die Rimparer Wölfe starten mit einem Auswärtsspiel in die Saison, die Unterfranken gastieren am Sonntag um 17 Uhr beim Aufsteiger Dessau-Roßlauer HV. Dabei muss der neue Trainer Julian Thomann den Verlust von drei Leistungsträgern kompensieren, weshalb er den Klassenerhalt zum Ziel ausruft.

© SZ/toe/sewi
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