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Handball-WM:Deutsches Vorrundenspiel gegen Kap Verde abgesagt

Deutschland - Uruguay

Deutschlands Handballer erreichen bei der WM die nächste Runde.

(Foto: Sascha Klahn/dpa)

Weil es beim zweiten Gruppengegner des DHB zu viele Coronafälle gibt, zieht Deutschland kampflos in die Hauptrunde ein.

Das für Sonntagabend angesetzte WM-Vorrundenspiel der deutschen Handballer gegen Kap Verde ist abgesagt worden. Diese Entscheidung traf das Competition-Management des Weltverbands IHF am Sonntagvormittag aufgrund der neuen Coronafälle beim Turnieraußenseiter.

Das Spiel wird mit 10:0 Toren und 2:0 Punkten für Deutschland gewertet, die DHB-Auswahl von Bundestrainer Alfred Gislason steht in Ägypten somit vorzeitig in der Hauptrunde.

"Wir sind froh und erleichtert, dass wir nach ungewissen Stunden endlich Klarheit haben. Aus rein sportlicher Sicht fehlt uns diese Partie natürlich, weil wir mit unserer neuformierten Nationalmannschaft eigentlich jede Wettkampfminute benötigen. Wir sind für Handball hier, aber mit dem Verzicht auf dieses Spiel fühlen wir uns wohler", sagte Axel Kromer, Sportvorstand des Deutschen Handballbundes (DHB).

Die deutschen Handballer bestreiten ihr nächstes und letztes Vorrundenspiel in Gizeh somit am Dienstag (20.30 Uhr/ZDF) gegen Ungarn. Mögliche deutsche Gegner in der Hauptrunde sind Europameister Spanien, Polen, Brasilien und Tunesien. Ihr Auftaktmatch hatte die DHB-Auswahl am Freitag gegen WM-Neuling Uruguay deutlich gewonnen (43:14).

Gislason versuchte, positive Aspekte aus der Absage des Kap-Verde-Spiels zu ziehen. Sein Team wolle "den heute gewonnenen Trainingstag nutzen, um wettkampfspezifische Reize zu setzen und das Zusammenspiel weiter zu stabilisieren. Jetzt liegt unser Fokus ganz auf Ungarn", sagte der Isländer. Die IHF hatte am Samstagnachmittag über zwei neue positive Befunde bei den Afrikanern informiert.

Da Kap Verde wegen vorheriger Coronafälle inklusive der neu positiv getesteten Spieler überhaupt nur noch über elf spielfähige Akteure verfügt, kommt die Mannschaft nicht auf die laut Reglement vorgeschriebenen zehn Spieler.

© SZ/sid/bek
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