Handball-WM Kai Häfner ersetzt Semper

Zur Hauptrunde nachnominiert: Handballer Kai Häfner.

(Foto: dpa)

Handball-Bundestrainer Prokop nominiert den Rückraumspieler nach. Die deutsche Biathlon-Staffel läuft in Ruhpolding auf Platz zwei. Der FC Barcelona entkommt dem Ausschluss aus dem spanischen Pokal.

Meldungen im Überblick

Handball-WM, deutsches Team: Linkshänder Kai Häfner rückt kurz vor Beginn der Hauptrunde der Heim-WM in den Kader der deutschen Handballer. Der Europameister von 2016 ersetzt in dem 16 Spieler umfassenden WM-Kader ab sofort den 21-jährigen Franz Semper, wie der Deutsche Handballbund (DHB) am Samstagmorgen mitteilte. Häfner wird damit schon am Samstagabend (20.30 Uhr/ARD) im ersten Hauptrundenspiel in Köln gegen Island zum deutschen Aufgebot gehören. Wegen einer Zerrung von Routinier Steffen Weinhold trainiert der 29-Jährige bereits seit Mittwoch mit der DHB-Auswahl. Weinhold sei nun aber bereit für die zweite Turnierphase, heißt es in der Mitteilung weiter.

Stattdessen strich Bundestrainer Christian Prokop den in der Vorrunde nicht überzeugenden Semper aus seinem WM-Kader. Semper bleibt dennoch beim Team in Köln. Für den rechten Rückraum verfügt Prokop mit Häfner, Weinhold und Fabian Wiede jetzt über drei Optionen. Prokop hatte vor dem Turnier ein 28 Spieler umfassendes erweitertes Aufgebot für die WM nominiert. Während der WM sind bis zu drei Wechsel mit Spielern aus diesem Aufgebot möglich - den ersten hat er mit Häfner nun durchgeführt.

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Biathlon, Männer: Die deutschen Biathleten haben sich nach der großen Staffel-Enttäuschung von Oberhof stark zurückgemeldet. Beim Heimweltcup in Ruhpolding mussten sich Roman Rees (Schauinsland), Johannes Kühn (Reit im Winkl), Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) und Benedikt Doll (Breitnau) am Freitag über 4x7,5 km nach sechs Nachladern nur Norwegen (0 Strafrunden + 8 Nachlader) um 13,5 Sekunden geschlagen geben. Rang drei ging an Frankreich (0+9/26,2 Sekunden zurück). Für das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) war es im vorletzten Staffelrennen vor der WM in Östersund/Schweden (7. bis 17. März) die beste Platzierung des Winters. Noch am Sonntag hatte die deutsche Staffel in Oberhof mit Rang acht das schlechteste Ergebnis seit über zehn Jahren eingefahren, in Hochfilzen Anfang Dezember hatte Deutschland Platz drei belegt. Am Samstag (14.30 Uhr) wollen die DSV-Frauen nach Rang zwei in Oberhof mit Rückkehrerin Laura Dahlmeier (Partenkirchen) auch in der Staffel von Ruhpolding aufs Podest. Die Massenstartrennen (ab 12.15 Uhr/alle ARD und Eurosport) schließen die Veranstaltung am Sonntag ab.

3. Liga, 1860 München: Der Sprecher des umstrittenen Investors Hasan Ismaik beim TSV 1860 München, Saki Stimoniaris, will Präsident des Fußball-Drittligisten werden. "1860 braucht einen Präsidenten, der die Kräfte bündelt und sich aktiv für ein Miteinander in allen Gremien des Vereins einsetzt", erklärte der 47-Jährige am Freitag. Der 1860-Aufsichtsrat Stimoniaris hat nach eigenen Angaben tags zuvor seine Bewerbungsunterlagen dem Verwaltungsrat geschickt. "Sollte meine Position als Stellvertreter des Mehrheitsgesellschafters der KGaA in Verbindung mit dem Präsidentenamt des e.V. kritisch hinterfragt werden, so möchte ich diesbezüglich betonen: unabhängig davon, dass auch der amtierende Präsident problemlos einem Lager zugeordnet werden könnte, sehe ich gerade in der Überwindung des Lagerdenkens bei 1860 meine größte Herausforderung", erklärte Stimoniaris.

Die Profi-Fußballabteilung der "Löwen" wurde 2002 aus dem Gesamtverein in die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA ausgegliedert. Ismaik erwarb bei seinem Einstieg im Juni 2011 als Investor zwar 60 Prozent der 1860-Anteile, aber nur 49 Prozent der stimmberechtigten Anteile. Streitpunkt war seitdem stets der nach seiner Ansicht zu geringe Einfluss auf die Geschäfte des TSV. Seit Juli 2017 ist Robert Reisinger gewählter Präsident von 1860 München. Nach dem Absturz in die Regionalliga hatte der heute 55-Jährige den Posten vom zurückgetretenen Peter Cassalette zunächst übergangsweise übernommen und sich danach mit deutlicher Kritik an Ismaik positioniert. In diesem Jahr wird beim TSV wieder gewählt.

Fußball, Spanien: Der FC Barcelona trifft im Viertelfinale des Pokals auf das Topteam des FC Sevilla. Damit kommt es zu einer Wiederauflage des Duells vom Vorjahres-Endspiel, das die Katalanen um Superstar Lionel Messi und den deutschen Nationaltorwart Marc-André ter in Madrid mit 5:0 für sich entschieden. Champions-League-Sieger Real Madrid spielt gegen den FC Girona, wie die Auslosung am Freitag in Madrid ergab. Barça musste bis zum letzten Augenblick um die Teilnahme am Viertelfinale bangen. Erst kurz vor Beginn der Auslosung wies der Wettbewerbsausschuss des spanischen Verbandes RFEF einen Antrag von Barcelonas Achtelfinal-Gegner UD Levante auf Ausschluss zurück.

Levante hatte angeführt, die Katalanen hätten bei der 1:2-Niederlage im Hinspiel den wegen einer Gelbsperre nicht spielberechtigten Jungprofi Chumi eingesetzt. Der Protest wurde nach Mitteilung des Verbandes aber nach Ablauf der Frist eingereicht und deshalb abgewiesen. Barcelona, das das Rückspiel am Donnerstag daheim mit 3:0 gewann, hatte zudem versichert, die Sperre gelte nur für die 3. Liga, in der Chumi normalerweise für das B-Team der Katalanen spielt. In den beiden restlichen Viertelfinal-Begegnungen kommt es zu den Duellen FC Getafe gegen FC Valencia sowie Espanyol Barcelona gegen Betis Sevilla. In der Runden der letzten acht sind nur noch Teams der Primera División mit von der Partie. Die Halbfinal-Hinspiele finden am 23. Januar, die Rückspiele eine Woche später statt.

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