Tor: Andreas Wolff

Einmal hat Andreas Wolff im ZDF-Sportstudio erzählt, und man mochte es kaum glauben, dass er sich vor Gespenstern fürchte. Das war 2016, und Wolff berichtete allen Ernstes, dass er nicht nur bei Horrorfilmen in Deckung gehe. Sondern dass er oft erst den Teamkollegen ins Zimmer schicke, damit der nachschaut, ob es dort spukt. Gerade hatten die Deutschen die Europameisterschaft gewonnen, hatten sich als "Bad Boys" inszeniert, und Wolff hatte sich die Bälle mit bis zu 120 Stundenkilometern auf Gesicht und Körper knallen lassen. Und dann erzählt dieser Torwart seine Variante der Parabel vom Elefanten, der die Maus fürchtet. Es heißt jetzt, er habe sich gut erholt, sei vollends bei Sinnen. Der große Unheimliche bei dieser WM, der wird somit er, der Wolff. hoe

Bild: Bongarts/Getty Images 9. Januar 2019, 11:182019-01-09 11:18:43 © SZ.de/ebc