Handball-WMSchnarcher, DJs, Cheerleader

Mehr als zwei Wochen lang bot die deutsche Handball-Mannschaft ein aufreibendes Unterhaltungsprogramm. Wer hat überragt, wer nicht? Das Team in der WM-Einzelkritik - mit Voting.

Von Saskia Aleythe, Joachim Mölter und Carsten Scheele

Andreas Wolff

Jubelte im Vorrundenspiel gegen Brasilien so emotional, als hätte er den WM-Titel gewonnen - dabei stand es 0:0, ihm waren zum Spielstart zwei schöne Paraden geglückt. "Die Halle ist explodiert, er ist explodiert. Diese Bühne macht er zu seiner Bühne", sagte Co-Trainer Alexander Haase. Gegen Island hatte Andreas Wolff seine stärkste Partie mit einer Quote von 40 Prozent, rückte aufgrund der Defensivstärke seiner Vorderleute aber manchmal in den Hintergrund. Es sei "teilweise sehr langweilig, weil ich nicht mitspielen darf", scherzte der 27-Jährige. Im Halbfinale lachte er nicht mehr: Wurde trotz vier Paraden nach 20 Minuten ausgewechselt, presste das Gesicht vor Wut ins Handtuch. Wurde zum traurigen Wolff. Saskia Aleythe

Bild: Martin Rose/Getty Images 28. Januar 2019, 12:582019-01-28 12:58:56 © SZ vom 28.01.2019/jki/ebc