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Handball-WM:Deutsche Handballerinnen verpassen Olympia

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Olympia verpasst: Bei Julia Behnke, Alicia Stolle und Emily Bölk (von links) ist die Enttäuschung groß.

(Foto: AFP)

Das Team verliert das entscheidende Spiel gegen Schweden - der DHB spricht von einer "riesigen sportlichen Tragödie". Luka Doncic überragt in der NBA.

Handball, WM: Die deutschen Handballerinnen haben die Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 2020 verspielt. Die Mannschaft von Bundestrainer Henk Groener verlor bei der WM in Japan das entscheidende Spiel um Platz sieben gegen Schweden nach einer ganz schwachen Leistung mit 24:35 (13:18) und beendete das Turnier durch die dritte Niederlage hintereinander auf Platz acht. Damit haben die DHB-Frauen keine Chance mehr, das anvisierte Ticket für ein Qualifikationsturnier für Tokio zu lösen.

"Das ist eine riesige sportliche Tragödie", sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer: "Vor allem für die Mädchen, die wochenlang für das große Ziel Olympia-Qualifikation gearbeitet haben. Für den ganzen Staff, der Tag und Nacht für dieses Projekt gearbeitet hat. Und natürlich für den Deutschen Handballbund, der das große Ziel hatte, mit zwei Mannschaften nach Tokio zu reisen im Jahr 2020. Das ist eine Sache, die uns als Sportart sehr wehtut und den Mädels sehr wehtut. Deswegen bin ich sehr traurig."

"Das ist eine große Enttäuschung. Wir hatten große Hoffnungen auf die Olympischen Spiele, aber wir hatten heute nur Energie für 20 Minuten", sagte Coach Groener. Kreisläuferin Julia Behnke meinte: "Ich bin fassungslos. Das war ein Auftritt, der absolut unzufriedenstellend und enttäuschend ist." Zwei Tage nach dem geplatzten Halbfinal-Traum gegen Norwegen (29:32) erfüllten sich auch die Hoffnungen auf die erste Olympia-Teilname seit 2008 nicht. Beste deutsche Werferin zum Turnierabschluss gegen Schweden war Alicia Stolle mit sechs Treffern. 8:4 führten Kapitänin Kim Naidzinavicius und Co. nach 13 Minuten im Park Dome, ehe die Skandinavierinnen binnen sieben Minuten ausglichen (20.) und bis zur Pause auf fünf Treffer davonzogen. Ein deutsches Aufbäumen im zweiten Abschnitt blieb aus. Spätestens beim 16:26 nach einer Dreiviertelstunde war die Partie zugunsten der Schwedinnen, die sich bereits bei der EM 2018 ein Ticket für ein Olympia-Qualifikationsturnier gesichert hatten, entschieden.

Basketball, NBA: Luka Doncic hat die Dallas Mavericks in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA zurück in die Erfolgsspur geführt. Der 20-Jährige kam beim 122:111 der Texaner bei den Detroit Pistons auf überragende 41 Punkte, 12 Rebounds und 11 Assists und verbuchte damit sein bereits achtes Triple-Double der Saison. Zudem durchbrach der Slowene das zweite Mal in seiner Karriere die 40-Punkte-Marke. Die Mannschaft um den deutschen Nationalspieler Maximilian Kleber, der auf fünf Punkte kam, schüttelte damit die jüngste Pleite gegen die Sacramento Kings (106:110) ab, es war ihr sechster Sieg aus den vergangenen sieben Spielen. In der Western Conference liegt Dallas mit 17 Siegen bei 7 Niederlagen weiterhin auf dem dritten Rang.

Eine Niederlage gab es für Daniel Theis, der mit den Boston Celtics im Spitzenspiel im Osten 109:115 gegen die Philadelphia 76ers verlor. Der 27-jährige Theis aus Salzgitter verbuchte gute 16 Punkte, fünf Rebounds und einen Assist. Für den Rekordmeister (17 Siege/7 Niederlagen) war es die zweite Niederlage in Serie. Herausragender Akteur auf Seiten Philadelphias war der Kameruner Joel Embiid (38 Punkte).

Eishockey, DEL: Die Eisbären Berlin haben ihre Negativserie in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gestoppt. Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge setzten sich die Berliner gegen die Düsseldorfer EG mit 3:1 (0:1, 0:0, 3:0) durch. Dadurch festigten die Hauptstädter mit 42 Punkten den vierten Platz, die DEG (37) bleibt zunächst Achter. Erst drei Treffer im letzten Drittel durch James Sheppard (44./49.) und Maxim Lapierre (56.) erlösten einen Großteil der 10.126 Zuschauer in Berlin. Den Düsseldorfern war zuvor ein Traumstart gelungen, Luke Adam traf schon nach 71 Sekunden zur Führung für den achtmaligen deutschen Meister. Die Gastgeber waren in der Folge überlegen, scheiterten allerdings oft an Mathias Niederberger (32 Paraden) im DEG-Tor.

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