Süddeutsche Zeitung

Sportbuch:Mit Tom Cruise im Helikopter

Mit unterhaltsamen Erlebnissen und skurrilen Anekdoten stimmen zwanzig ehemalige und aktuelle Weltklassespieler auf die Handball-EM ein.

Von Ralf Tögel

Wer ein wenig themenbezogene Kurzweil sucht vor der Handball-Europameisterschaft im Januar im eigenen Land, dem sei "Bock auf Handball" ans Sportlerherz gelegt. So ein Großturnier, zumal vor heimischem Publikum, ist eine ernste Sache, es geht um Ziele, Erfolge, Erwartungen und Enttäuschungen. Im Zentrum der Wettbewerbe stehen die Protagonisten auf dem Spielfeld, denen der Spaß am Spiel möglichst nicht abhandenkommen soll.

Dass dies überraschend gut gelingt, erzählen einige von ihnen dem Autor Daniel Duhr, selbst Handballer und journalistischer Beobachter des Sports seit vielen Jahren. Duhr hat in mehreren kleinen Werken bereits Skurrilitäten aus dem Amateurbereich zu Papier gebracht, nun erzählen Weltklassespielerinnen und -spieler kaum weniger schrille Erlebnisse und Anekdoten.

Man erfährt, wie Silvio Heinevetter im Trainingslager den Schauspieler Tom Cruise in einem Helikopter auf Island traf, warum Bennet Wiegert nie wieder nach Tscheljabinsk reisen will oder warum es gar nicht schlecht war, dass Emily Bölk der Dutt auf ihrem Kopf explodiert ist. Auf 267 Seiten lassen zwanzig ehemalige Größen wie Henning Fritz, Dominik Klein, Christian Zeitz sowie die aktuellen Nationalspieler Johannes Golla, David Späth oder Dinah Eckerle den Leser an ihrem Profidasein teilhaben. Ein Büchlein wie das Bierchen nach dem Spiel: süffig und unterhaltsam.

Daniel Duhr: Bock auf Handball. Verlag Edel Sports, 2023. 19,95 Euro.

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