Handball-EM:Dänischer EM-Fluch hält an

Lesezeit: 2 min

Handball-EM: Dänemarks Mikkel Hansen scheitert am spanischen Torwart Gonzalo Perez de Vargas.

Dänemarks Mikkel Hansen scheitert am spanischen Torwart Gonzalo Perez de Vargas.

(Foto: Zsolt Szigetvary/AP)

Es wird wieder nichts mit dem Titel: Topfavorit Dänemark scheitert im Halbfinale an starken Spaniern - diese haben nun die Chance auf ihr drittes EM-Gold in Serie. Im Finale wartet Schweden.

Die alten Spanier hüpften über das Spielfeld und konnten ihren erneuten EM-Coup kaum fassen. Mit einem 29:25 (13:14) besiegte der Titelverteidiger den favorisierten Weltmeister Dänemark und erreichte erneut das Endspiel. Im Finale am Sonntag gegen Schweden (18.00 Uhr/Eurosport) greifen die Iberer nach ihrem dritten EM-Gold nacheinander.

Bester spanischer Werfer vor 7286 Zuschauern in Budapest war Rechtsaußen Aleix Gomez Abello mit elf Treffern. Zudem zeigte Torhüter Gonzalo Perez de Vargas eine überragende Leistung und ließ die Dänen um Mikkel Hansen (acht Treffer) vor allem in der Schlussphase verzweifeln.

"Das war ein Sieg gegen eine Weltmacht. Was diese Mannschaft leistet, ist unglaublich", jubelte Spaniens Kapitän Gedeon Guardiola vom TBV Lemgo: "Ich bin unheimlich stolz. Wir sind vielleicht nicht die beste Mannschaft, aber wir sind das beste Team."

Im Finale trifft Spanien auf Schweden

Dänemark, das schon seit 2012 auf einen EM-Titel wartet, hatte in der ersten Halbzeit bereits mit vier Toren in Führung gelegen. Als Mathias Gidsel nach 18 Minuten zum 8:4 einnetzte, schien es für den Weltmeister der Jahre 2019 und 2021 nach Plan zu laufen. Doch Spanien blieb ausgesprochen cool und vor allem dank der Paraden von Keeper Perez de Vargas im Spiel. Bis zur Pause war der Rückstand auf ein Tor geschmolzen. Als die Mannschaft von Trainer Jordi Ribera beim 17:16 erstmals in Führung ging, nahm das Schicksal für die Dänen seinen Lauf.

Handball-EM: Mit neun Treffern bester Schütze der Schweden im Halbfinale: Jim Gottfridsson von der SG Flensburg-Handewitt.

Mit neun Treffern bester Schütze der Schweden im Halbfinale: Jim Gottfridsson von der SG Flensburg-Handewitt.

(Foto: Anna Szilagyi/AP)

Endspielgegner der Spanier, die in der Hauptrunde auch das deutsche Team bezwungen hatten (29:23), ist Rekord-Europameister Schweden. Die Schweden gewannen das zweite Halbfinale knapp 34:33 (17:14) gegen Olympiasieger Frankreich. Eine Parade von Keeper Andreas Palicka wenige Sekunden vor dem Ende sicherte den Schweden die Chance auf ihren ersten EM-Titelgewinn seit 20 Jahren. Jim Gottfridsson von der SG Flensburg-Handewitt avancierte mit neun Treffern zum besten Torschützen, Hugo Descat traf für die Franzosen achtmal.

Vor den Halbfinalspielen hatte Norwegen sich den fünften Platz gesichert. Das Team um den Kieler Sander Sagosen (acht Tore) besiegte Island am Freitagnachmittag nach Verlängerung mit 34:33 (27:27, 16:12) und schnappte sich damit ein Ticket für die Handball-WM, die im kommenden Jahr in Schweden und Polen stattfindet.

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