HandballZwei deutsche Teams im Final Four

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Traf zum Magdeburger Sieg: Gisli Kristjansson.
Traf zum Magdeburger Sieg: Gisli Kristjansson. Franziska Gora/Jan Huebner/Imago

Nach den Füchsen Berlin zieht auch der SC Magdeburg ins Finalturnier der Handball-Champions-League ein – nach einem dramatischen Sieg beim ungarischen Klub Veszprem.

Der deutsche Handball-Meister SC Magdeburg ist den Füchsen Berlin auf dramatische Art und Weise ins Final Four der Champions League gefolgt. Nach dem 26:26 im Hinspiel gewann die Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert am Donnerstag das zweite Viertelfinal-Duell beim ungarischen Topklub KC Veszprem dank einer späten Aufholjagd mit 28:27 (13:13) und zog zum dritten Mal in Serie ins Finalturnier in Köln (14. und 15. Juni) ein.

Gisli Kristjansson erzielte zwei Sekunden vor dem Ende den entscheidenden Treffer für die Magdeburger, die erst in der 57. Spielminute erstmals in Führung gegangen waren. Zehn Minuten vor dem Ende hatte der deutsche Double-Sieger gar mit vier Toren zurückgelegen. Felix Claar war mit neun Treffern bester Werfer des SCM, Kristjansson steuerte acht Tore bei. „Die letzten zehn Minuten waren unglaublich“, sagte Kreisläufer Magnus Saugstrup Jensen: „Ein Spiel geht 60 Minuten. Solange wir kämpfen, haben wir eine Chance, zu gewinnen.“

Mit seinen lautstarken Fans im Rücken erspielte sich der ungarische Rekordmeister in der ausverkauften Halle schnell einen Vier-Tore-Vorsprung. Magdeburg ließ sich davon aber nicht beeindrucken, mit einem starken Lauf glich das Wiegert-Team zum zwischenzeitlichen 10:10 (20.) aus. Auch bis zur Pause ließ Magdeburg die Gastgeber nicht davonziehen. Nach dem Seitenwechsel vergab Magdeburg die Chance auf die erstmalige Führung (34.), Veszprem bestrafte das eiskalt, bis zur 50. Minute erspielten sich die Ungarn einen neuerlichen Vier-Tore-Vorsprung. Das Wiegert-Team steckte aber nicht auf, kam zurück und ging erstmals in Führung. Zwar konnte Veszprem in der letzten Minute ausgleichen, vergab dann sogar die Chance auf den Sieg. Stattdessen traf Kristjansson zum umjubelten Erfolg.

Nach den Füchsen, dem HBC Nantes und Magdeburg komplettierte der FC Barcelona nach einem Krimi das Teilnehmerfeld des Final-Four-Turniers. Dem Rekordsieger und Titelverteidiger reichte gegen die Ungarn vom SC Szeged ein 29:30 (16:14) in eigener Halle, dabei gaben die Katalanen das Weiterkommen in der Schlussphase aber fast noch aus der Hand. Das Hinspiel hatte Barcelona mit 27:24 für sich entschieden.

Und auch das Final Four um die European League wird von deutschen Klubs dominiert. Hier trifft der THW Kiel im Halbfinale am 24. Mai in Hamburg auf Montpellier Handball. Den zweiten Teilnehmer für das Titelmatch am 25. Mai ermitteln die SG Melsungen und die SG Flensburg-Handewitt.

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