Sieben Kurven der Formel 1Das Auto zuckt, die Knochen schmerzen, der Jubel ist groß

Weltmeister Lewis Hamilton will Michael Schumacher überholen, Ferrari bricht ein, Max Verstappen verteilt eine freundliche Ohrfeige. Die Höhepunkte des Formel-1-Wochenendes.

Lewis Hamilton

Für die Renn-Veranstalter in São Paulo und Abu Dhabi muss Lewis Hamilton wie ein Spoiler wirken, ist der Brite doch nun schon zum dritten Mal in Serie vorzeitig Formel-1-Weltmeister geworden, zum sechsten Mal insgesamt. Klar will er noch zweimal gewinnen bei den letzten beiden Rennen, vor allem aber auch den siebten Titel. Damit stünde er auf einer Stufe mit Michael Schumacher. Nach seiner Ankündigung in Austin, auch über 2020 weiterfahren zu wollen ist klar: Der jetzt schon erfolgreichste Fahrer des Jahrtausends will noch mehr, er will Schumacher überholen, so wie er es gerade mit Juan-Manuel Fangio getan hat. Bei der Erwähnung des Namens Schumacher bekommt er feuchte Augen: "Es war nie mein erklärtes Ziel, Michaels Rekord zu brechen. Jetzt scheint er so nah - und ist doch noch so weit weg."

Auch nach Siegen fehlen ihm nur noch acht zur bisherigen Bestmarke, auch hier sind 100 drin, wenn das so weitergeht. Dass er das für möglich hält, brüllt er schon nach der Zieldurchfahrt ins Helmmikrofon: "Wir wachsen noch weiter." Sogar der ungeliebte Ex-Teamkollege Nico Rosberg attestierte: "Du bist auf dem Weg, der größte Rennfahrer aller Zeiten zu werden!"

Bild: AFP 4. November 2019, 10:182019-11-04 10:18:32 © SZ.de/sonn