Am vorigen Wochenende hat Ruud Gullit entschieden, keine Fußballspiele mehr anzuschauen, und das ist weit mehr als eine Privatangelegenheit – es ist der Protest des Künstlers gegen die Pervertierung und den Niedergang der Kunst. Bevor Gullit, 63, seinen Beschluss fasste, hatte er sich auf zwei schöne Stunden vor dem Fernseher gefreut. Auf der Tagesordnung stand die Partie FC Arsenal gegen FC Chelsea, das Spitzenspiel der Premier League.
MeinungStandard-Tore in der Premier LeagueDer Fußball, wie Ruud Gullit ihn liebte, ist tot
Kommentar von Philipp Selldorf
Lesezeit: 2 Min.

Erfolgreich? Und ob! Schön? Von wegen! Für Künstler wie den Kapitän der niederländischen Europameisterelf von 1988 ist der Fußball in der Premier League nur noch zum Wegschauen.
