Süddeutsche Zeitung

Grand-Slam-Turnier:Kroate Cilic gewinnt erstmals die US Open

Im Außenseiter-Finale der US Open fertigt der kroatische Tennisprofi Marin Cilic in nur drei Sätzen seinen Kontrahenten Kei Nishikori ab und gewinnt damit seinen ersten Grand-Slam-Titel. Die Anzahl seiner Asse ist beachtlich.

  • Bei den US Open gibt es einen Überraschungserfolg: Der kroatische Tennisprofi Marin Cilic gewinnt gegen den Japaner Kei Nishikori das Finale.
  • Zum ersten Mal seit fast zehn Jahren standen im Endspiel eines Grand-Slam-Turniers weder Novak Djokovic noch Roger Federer noch Rafael Nadal - stattdessen erstmals seit 2002 zwei Spieler außerhalb der Top Ten.
  • Die Dopingsperre für Cilic vor einem Jahr war von neun auf vier Monate verkürzt worden.

Erster Grand-Slam-Titel für Kroaten Cilic

Marin Cilic hat das Überraschungs-Finale der US Open für sich entschieden und den ersten Grand-Slam-Titel seiner Karriere gefeiert. Der 25 Jahre alte Tennisprofi aus Kroatien ließ am Montag dem Japaner Kei Nishikori keine Chance und gewann nach nur 1:54 Stunden 6:3, 6:3, 6:3. "Ich habe das beste Tennis meines Lebens gespielt", sagte Cilic bei der Siegerehrung.

Er ist damit der erste kroatische Grand-Slam-Champion seit seinem heutigen Trainer Goran Ivanisevic im Jahr 2001 in Wimbledon. Für den Erfolg in New York kassiert er ein Preisgeld von drei Millionen Dollar und verbessert sich in der Weltrangliste von Platz 16 auf Position neun. "Für alle Spieler, die hart an sich arbeiten, ist das ein gutes Zeichen, dass es sich irgendwann auszahlt. Mein Erfolg ist das Ergebnis harter Arbeit, vor allem im letzten Jahr", sagte Cilic, der 2013 eine viermonatige Dopingsperre absitzen musste.

Konstellation des Duells historisch

Schon vor dem ersten Ballwechsel im anfangs nur zu zwei Drittel gefüllten Arthur Ashe-Stadium war die Konstellation in die Tennis-Historie eingegangen. Zum ersten Mal seit fast zehn Jahren standen weder Novak Djokovic noch Roger Federer oder der aktuell verletzte Rafael Nadal im Endspiel eines Grand-Slam-Turniers. Erstmals seit den French Open 2002 hatten es zwei Spieler außerhalb der Top Ten in ein Major-Finale geschafft.

Doch das Duell zwischen der Nummer 14 der Setzliste und dem an Position zehn eingestuften Nishikori geriet zu einer erstaunlich einseitigen Angelegenheit. Wie schon bei seinem Dreisatz-Erfolg im Halbfinale gegen Federer schlug der 1,98 Meter große Cilic knallhart auf und servierte gegen seinen Gegner insgesamt 17 Asse.

Viermonatige Dopingsperre für Cilic

Vor einem Jahr hatte der Wahl-Monegasse die US Open wegen einer Dopingsperre verpasst. "Es war eine schwere Zeit für mich, aber es war auch eine gute Zeit für mich. Ich habe mich weiterentwickelt und Tag für Tag gearbeitet", sagte Cilic vor seinem ersten Finale bei einem Grand-Slam-Turnier. Beim Turnier in München war er im Frühjahr 2013 positiv auf das Stimulans Nikethamid getestet worden und erklärte den positiven Befund mit der Einnahme von Glukosetabletten. Der Internationale Sportgerichtshof CAS reduzierte seine Sperre von neun Monaten auf vier Monate. "Als ich zurückkam, habe ich es aus der Erinnerung gelöscht", hatte Cilic vor ein paar Tagen gesagt.

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