MeinungPläne des BundestrainersNagelsmann versucht sich an der Quadratur des Goretzkas

Kommentar von Philipp Schneider

Lesezeit: 3 Min.

Hat in der Partie gegen Nordirland laut Bundestrainer Julian Nagelsmann „60 Bälle weggeköpft“: Leon Goretzka (links).
Hat in der Partie gegen Nordirland laut Bundestrainer Julian Nagelsmann „60 Bälle weggeköpft“: Leon Goretzka (links). Christian Charisius/dpa

Es ist die faszinierendste Nominierungsidee von Bundestrainer Julian Nagelsmann: Der Bayern-Reservist Leon Goretzka darf bei der Fußball-WM auf einen Stammplatz hoffen. Und muss sich dafür als Mittelfeldspieler gänzlich neu erfinden.

Selbstverständlich hatte Julian Nagelsmann den größtmöglichen sportlichen Erfolg im Sinn, als er seinem Kader dreieinhalb Monate vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft nun ein Interview widmete, so voluminös, dass sich damit das Dach einer Turnhalle abdichten ließe. Auch die innere Idee seines Gesprächs mit dem Kicker, die Öffentlichkeit an seinen komplexen Gedanken zur Nominierung teilhaben zu lassen, ist zu begrüßen: Transparenter als nun Nagelsmann hat wohl noch kein Bundestrainer die 84 Millionen anderen Bundestrainer daheim auf der Couch mitgenommen in seine Entscheidungswelt. Nachvollziehbarkeit durch Klarheit!

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Julian Nagelsmanns Interview
:Das Gegenteil von Kompany

Baumann im Tor, Kimmich hinten rechts und Goretzka im Zentrum: Drei Monate vor der WM trifft Bundestrainer Julian Nagelsmann ein paar öffentliche Festlegungen. Am Ende wird daraus eine kuriose Einzel- und Generalkritik seines Kaders.

SZ PlusVon Christof Kneer

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