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Golf:Sophia Popov gewinnt sensationell die British Open

Marathon LPGA Classic - Final Round

Sophia Popov: Feierte den größten Erfolg einer deutschen Golferin (Archivbild)

(Foto: AFP)

Sie ist die erste Deutsche, die ein Major-Turnier für sich entscheiden kann: Golferin Sophia Popov überrascht als 304. der Weltrangliste die Konkurrenz.

Sophia Popov (St. Leon-Rot) hat völlig überraschend als erste deutsche Golfspielerin ein Major-Turnier gewonnen. Die Nummer 304 der Weltrangliste hielt am letzten Tag der British Open in Troon/Schottland die Konkurrenz in Schach und kassierte ein Preisgeld in Höhe von 670.000 Dollar (ca. 575.000 Euro). Seit 1930 hatte bei insgesamt 290 Major-Turnieren noch nie eine Deutsche gewonnen.

"Ich kann kaum etwas sagen. Vor einem Jahr hätte ich fast mit Golf aufgehört - zum Glück habe ich das nicht", sagte Popov, als sie die Trophäe in der Hand hielt. 2019 hatte Popov die Startberechtigung für die LPGA-Tour verloren und ging dort zuletzt für ihre gute Freundin Anne van Dam als Caddie auf das Grün. "Ich war heute so nervös. Ich bin meinem Freund so dankbar, dass er mir geholfen hat ruhig zu bleiben", sagte Popov. In Troon fungierte ihr Partner Max Melhes als ihr Caddie.

Popov ging als Führende auf die letzte Runde, wo sie ihren Vorsprung trotz großen Drucks bis zum Schluss erfolgreich verteidigte. Am Ende gewann die 27-Jährige mit 277 (70+72+67+68) Schlägen vor Jasmine Suwannapura aus Thailand (279). Caroline Masson (Gladbeck) rundete als geteilte Siebte das erstklassige deutsche Ergebnis ab.

"Meinen Namen da oben zu sehen, wäre noch vor ein oder zwei Wochen völlig utopisch gewesen. Mein Freund Max ist hier mein Caddie, das hilft", hatte die in den USA geborene Popov schon vor der letzten Runde gesagt und geahnt: "Am letzten Tag heißt es nur: ich gegen Druck." Diesem Druck hielt sie gekonnt stand und sorgte für eine der größten Überraschungen der deutschen Golf-Geschichte

© SZ.de/sid/ska
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