Borussia MönchengladbachErst mal weiter mit Polanski

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Eugen Polanski wird auch beim Spiel gegen Union nach der Länderspielpause auf der Gladbacher Bank sitzen.
Eugen Polanski wird auch beim Spiel gegen Union nach der Länderspielpause auf der Gladbacher Bank sitzen. David Inderlied/dpa
  • Borussia Mönchengladbach holt beim 0:0 gegen Freiburg den zweiten Punkt in drei Spielen unter Interimscoach Eugen Polanski.
  • Polanski bleibt mindestens so lange Trainer, bis ein neuer Sportchef als Nachfolger des zurückgetretenen Roland Virkus gefunden ist.
  • Gladbach steht nach 13 sieglosen Spielen in Serie weiterhin auf einem Abstiegsplatz, konnte aber den letzten Tabellenplatz an Heidenheim abgeben.
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Das 0:0 der Borussia im Heimspiel gegen Freiburg verhindert eine weitere Blamage. Trainer Eugen Polanski darf zumindest so lange bleiben, bis ein neuer Sportchef gefunden ist.

Von Ulrich Hartmann, Mönchengladbach

Seine ungewisse Zukunft als Cheftrainer von Borussia Mönchengladbach fasst Eugen Polanski witzelnd in sieben Wörter zusammen: „Bis auf Weiteres gilt: bis auf Weiteres!“ In den drei Spielen seit der Entlassung seines Vorgängers Gerardo Seoane hat der 39 Jahre alte Interimscoach nur zwei Punkte geholt. Trotzdem schenkt der Klub Polanski zunächst weiter das Vertrauen – mindestens so lange, bis ein neuer Sportchef gefunden ist. Denn den sucht die sportlich derzeit ziemlich führungslose Borussia parallel auch noch.

Unter Polanski gab es in den drei Spielen vier unentschiedene Halbzeiten beim 1:1 (0:0) in Leverkusen und nun beim 0:0 am Sonntagabend gegen Freiburg. Hinzu kam gegen Frankfurt erst eine katastrophale 0:5-Hälfte, anschließend eine zumindest tapfere 4:1-Aufholjagd. Obwohl es gegen Freiburg das sechste sieglose Saisonspiel sowie saisonübergreifend schon das 13. sieglose nacheinander war und dies einen negativen Vereinsrekord bedeutet, sind die Gladbacher Entscheider gegenüber dem auch in der Mannschaft beliebten Polanski wohlwollend eingestellt. Zuvor hatte dieser Borussias U23 in der Regionalliga West trainiert.

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Die beiden Geschäftsführer Stefan Stegemann und Markus Aretz hätten nichts dagegen, wenn Polanski langfristig Trainer bliebe. Gemeinsam mit dem Chefscout Steffen Korell führen die beiden seit einigen Tagen Gespräche mit Kandidaten für die Position des Sportchefs. Sie suchen momentan ausschließlich den Nachfolger des vor einer Woche zurückgetretenen Sportgeschäftsführers Roland Virkus. Gespräche mit Trainerkandidaten haben sie offiziell keine geführt, auch deshalb, weil dies eine Aufgabe für den neuen Sportchef wäre. Diesen will man zeitnah finden, eine Entscheidung aber nicht übers Knie brechen. Es ist nicht zwingend gesagt, dass die Position in den kommenden zwei Wochen besetzt wird, wenn wegen internationaler Länderspiele am kommenden Wochenende keine Bundesliga ist.

„Am Ende wird der neue Sportchef mitentscheiden, wer Trainer ist“, sagt Polanski

Für Polanski bedeutet die Gladbacher Gemengelage viel Unsicherheit. Er bleibt mindestens so lange Trainer, bis ein neuer Sportchef da ist. Bei Dazn sagte der Geschäftsführer Stegemann: „Wir suchen jemanden, der zusammen mit der Sportabteilung eine sportliche Philosophie auf den Weg bringt.“ Ob Polanski da hineinpasst, ist offen. Medienspekulationen zufolge gelten unter anderem Jörg Schmadtke und Martin Stranzl als Sportchef-Kandidaten. Bei der Borussia ist nach dem Virkus-Rücktritt eine Flut an Bewerbungen und Interessenbekundungen eingegangen.

Polanski will sich keinen Kopf machen über Dinge, die er nicht beeinflussen kann. Er hat jetzt erst mal eineinhalb Wochen vor sich, um die Mannschaft auf das nächste Spiel bei Union Berlin vorzubereiten. Acht Tage später steht ein Heimspiel gegen den FC Bayern an. „Am Ende wird der neue Sportchef mitentscheiden, wer Trainer ist“, sagt Polanski selbst. Eine mögliche Entscheidung zu seinen Gunsten, sagt er, werde sicher auch davon abhängen, „ob ich’s ordentlich mache, wie viele Punkte wir eingefahren haben und wie die Art und Weise auf dem Platz ist“.

Gegen Freiburg war die Art und Weise so lala. Nach den vorangegangenen Heimspielen gegen Bremen (0:4) und Frankfurt (4:6) war man vorwiegend erpicht, hinten die Null zu halten. Und genauso spielte Gladbach auch: Bloß nichts anbrennen lassen! Der eine Punkt bedeutete immerhin, dass die Borussen den letzten Tabellenplatz an den 1. FC Heidenheim zurückgeben konnten.

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