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Gericht weist Klage ab:Armstrong steht Doping-Verhandlung bevor

Der frühere Toursieger ist mit dem vermutlich letzten Versuch gescheitert, einen öffentlichen Doping-Prozess abzuwenden, Manchester United erlebt zum Saisonauftakt eine unangenehme Überraschung. Lucas Barrios liebäugelt mit einer Rückkehr nach Deutschland, der Kameruner Alex Song wechselt für viel Geld von Arsenal zum FC Barcelona.

Seine Klage wurde abgwendet: Der frühere Radsprofi Lance Armstrong muss nun wohl einen Doping-Prozess über sich ergehen lassen. 

(Foto: AP)

Doping, Lance Armstrong: Ein Bundesrichter im texanischen Austin hat am Montag die Klage von Ex-Radprofi Lance Armstrong gegen die US-Anti-Doping-Agentur USADA zurückgewiesen. Der siebenmalige Tour-de-France-Sieger wollte mit der Klage das Dopingverfahren gegen sich stoppen. Dagegen erlaubte Richter Sam Sparks der USADA ein weiteres Vorgehen gegen Armstrong. Die USADA wirft dem früheren Radsportler vor, Stereoide und Blutdopingmittel genommen zu haben, um von 1999 bis 2005 sieben Mal in Folge die Tour de France zu gewinnen.

Setzt die Behörde sich durch, droht dem inzwischen 40-Jährigen, der seine Karriere allerdings mittlerweile beendet hat, eine lebenslange Sperre und die Aberkennung seiner Titel. Armstrong hat die Einnahme von Dopingmitteln immer wieder bestritten. Er wirft der USADA vor, gar nicht zuständig zu sein und zudem mit dem Verfahren seine verfassungsmäßigen Rechte zu verletzen.

England, Premier League: Manchester United hat zum Start in die neue Premier-League-Spielzeit eine Pleite hinnehmen müssen. Die "Red Devils" verloren am Montagabend überraschend mit 0:1 (0:0) beim FC Everton. Der Belgier Marouane Fellaini (57.) erzielte per Kopf das Tor des Abends. Die Gastgeber verdienten sich den Sieg durch bedingungslosen Einsatz und cleveres Konterspiel. Bei den Gästen aus Manchester stand der für 16 Millionen Euro vom Deutschen Fußballmeister Borussia Dortmund verpflichtete Shinji Kagawa in der Startformation. Robin van Persie, 31 Millionen Euro teurer Neueinkauf vom FC Arsenal, kam in der 68. Minute für Danny Welbeck in die Partie. Der Niederländer konnte die Partie jedoch nicht mehr entscheidend beeinflussen. "Die Erwartungen an Robin sind hoch, aber ich hielt es für besser, ihn zunächst auf der Bank zu lassen", sagte United-Trainer Sir Alex Ferguson.

Fußball, Lucas Barrios: Der frühere Dortmunder Lucas Barrios liebäugelt nur knapp zwei Monate nach seinem Wechsel nach China mit einer Rückkehr in die Fußball-Bundesliga. "Meine Agenten halten Kontakt zu Vereinen in Deutschland, England und Spanien", sagte der 27 Jahre alte paraguayische Nationalstürmer auf seiner Internetseite. Barrios war in diesem Sommer für 8,5 Millionen Euro von Borussia Dortmund in die chinesische Super League gewechselt und hatte bei Guangzhou Evergrande einen Vierjahresvertrag unterschrieben. Sein Ziel sei, zu spielen, sagte er weiter. Diese Woche werde sich seine Zukunft entscheiden. "In Deutschland ging es mir sehr gut und ich würde liebend gerne zurückkehren." In den Spielzeiten 2009/10 und 2010/11 hatte Barrios als bester BVB-Torschütze aufgetrumpft, kam aber in der vergangenen Saison nicht über die Rolle des Edelreservisten hinaus. Wegen der Ausländerquote - in der chinesischen Liga ist die Zahl der Ausländer pro Team auf dem Feld begrenzt - fehle ihm nun die Kontinuität, klagte Barrios. "Darüber hinaus haben mich diverse europäische Vereine angerufen, die mich haben wollen", sagte er.

Spanien, FC Barcelona: Der FC Barcelona hat den Kameruner Alexandre Song vom FC Arsenal verpflichtet. Wie der spanische Fußball-Pokalsieger am Montag mitteilte, unterzeichnete der Mittelfeldspieler bei den Katalanen einen Fünfjahresvertrag. Mit dem Club aus London wurde eine Ablösesumme von 19 Millionen Euro vereinbart. Damit ist Song der teuerste Neuzugang in diesem Sommer bei den Blau-Roten, die zuvor Jordi Alba von FC Valencia für 14 Millionen Euro unter Vertrag genommen hatten. Real Madrid ging erstmals seit über 30 Jahren ohne eine Neuverpflichtung in die neue Spielzeit der Primera División. Barça ist beim FC Arsenal mittlerweile ein "Stammkunde". Die Katalanen zahlten in den vergangenen zwölf Jahren an die Engländer Ablösesummen in Höhe von über 155 Millionen Euro. Die teuersten Transfers mit jeweils 40 Millionen Euro waren die von Marc Overmars im Jahr 2000 und von Francesc Fàbregas im vorigen Jahr.

Tennis, WTA-Tour: Fed-Cup-Spielerin Mona Barthel ist beim WTA-Turnier in New Haven ins Achtelfinale eingezogen. Die Weltranglisten-37. aus Bad Segeberg besiegte die drei Plätze tiefer notierte Slowakin Daniela Hantuchova mit 6:3, 7:5. Die 22-Jährige hatte im zweiten Satz beim Stand von 5:1 den ersten Matchball, machte es dann aber noch einmal spannend. In der Runde der letzten 16 des mit 637.000 Dollar dotierten Turniers im US-Bundesstaat Connecticut trifft Barthel nun auf die an Nummer sieben gesetzte Russin Maria Kirilenko.

Handball, HSV: Handball-Bundesligist HSV Hamburg hat als Ersatz für den verletzten Linksaußen Torsten Jansen den schwedischen Nationalspieler Fredrik Petersen vom insolventen dänischen Meister AG Kopenhagen verpflichtet. "Wir sind sehr froh, so schnell und auf diesem hohen Niveau auf die Verletzung von Toto reagieren zu können", sagte Trainer Martin Schwalb, "Kopenhagen hatte mit Fredrik viel vor, allein das spricht über seine Qualitäten Bände." Der 28 Jahre Silbermedaillen-Gewinner der Olympischen Spiele von London erhält in Hamburg einen Einjahresvertrag und soll bereits am Dienstag gegen KIF Kolding im letzten Test vor dem Bundesliga-Auftakt sein Debüt geben.

Am Samstag startet der HSV gegen Wetzlar in die Saison. Ebenfalls am Dienstag muss sich Jansen wegen seiner langanhaltenden Probleme an der Patellasehne im linken Knie in Berlin operieren lassen. Wie lange der 35-Jährige dem deutschen Meister von 2001 nicht zur Verfügung steht, ist noch unklar.

Radsport, Jens Voigt: Radprofi Jens Voigt wird seine Karriere fortsetzen und auch in der kommenden Saison für das Team RadioShack-Nissan fahren. Wie das Luxemburger Team am Montagabend bekannt gab, hat der 40 Jahre alte Voigt seinen Vertrag bis Ende 2013 verlängert. "Das ist für mich die richtige Entscheidung, sie nimmt mir eine große Last von den Schultern. Ich fühle, dass ich dem Team immer noch helfen kann, und deshalb will ich weitermachen", sagte Voigt. Der gebürtige Grevesmühlener, der am 17. September 41 wird, ist schon jetzt der älteste Fahrer im Profi-Zirkus. Im Juli bestritt Voigt seine 15. Tour de France. "Die Vertragsverlängerung mit Jens ist eine sehr gute Nachricht für uns", sagte Teamchef Johan Bruyneel, "er ist immer noch ein Musterprofi, das hat er bei der Tour gezeigt."

Eishockey, DEL: Die Eisbären Berlin haben einen weiteren Stürmer unter Vertrag genommen. Wie der Meister der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Montag mitteilte, wird Jamie Arniel den Hauptstadtclub in der neuen Saison verstärken. Der 22 Jahre alte Kanadier kommt von den Providence Bruins aus der American Hockey League (AHL) und soll an diesem Dienstag erstmals mit der Mannschaft trainieren. Wahrscheinlich kommt Arniel, der nach den Abgängen von Stefan Ustorf und Denis Pederson sowie dem verletzungsbedingen Ausfall von Sven Felski die Lücke auf der Mittelstürmerposition füllen soll, schon am Wochenende erstmals zum Einsatz. Dann treten die Berliner im Rahmen der European Trophy in Salzburg und Budweis an.

Olympia, Doping: Die bei Olympia in London gedopte weißrussische Kugelstoßerin Nadeschda Ostaptschuk will gegen die Aberkennung ihrer Goldmedaille Einspruch einlegen. Die 31-Jährige glaubt, unschuldig und Opfer einer Verschwörung zu sein. Demnach behauptet sie, dass der mittlerweile wegen Veruntreuung verhaftete frühere weißrussische Cheftrainer Anatolij Badujew hinter dem positivem Befund stecke. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte Valerie Adams aus Neuseeland den Olympiasieg nachträglich zugesprochen, nachdem Ostaptschuk wegen zweier positiver Tests auf das anabole Steroid Methenolon disqualifiziert worden war. Nach der Entscheidung hatte das Team der neuen Olympiasiegerin aus Neuseeland aber bereits befürchtet, dass Adams noch einige Zeit auf ihre zweite Goldmedaille warten müsse. "Wir können nur hoffen, dass es schnell geht und noch vor Weihnachten sein wird. Aber wir wissen nicht, ob das in einem, drei, zehn oder zwölf Monaten der Fall sein wird", zitierte der New Zealand Herald Adams' Manager Nick Cowan.

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