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Geisterspiel Dresden gegen Ingolstadt:41.738 verkaufte virtuelle Tickets

Dresden demonstriert: Bei der Zweitligapartie gegen Ingolstadt müssen die Fans von Dynamo Dresden wegen einer Platzsperre draußen bleiben, was zu einer erstaunlichen Welle der Solidarität führt. Der Verein verkauft sein Stadion aus, obwohl niemand wirklich hinein darf - aus Protest gegen den DFB zeigen sich die Anhänger als eingeschworene Einheit.

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Dynamo Dresden - FC Ingolstadt

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Dresden demonstriert: Bei der Zweitligapartie gegen Ingolstadt müssen die Fans von Dynamo Dresden wegen einer Platzsperre draußen bleiben, was zu einer erstaunlichen Welle der Solidarität führt. Der Verein verkauft sein Stadion aus, obwohl niemand wirklich hinein darf - aus Protest gegen den DFB zeigen sich die Anhänger als eingeschworene Einheit.

Als an diesem Nachmittag in Dresden die Zweitliga-Partie zwischen Dynamo und dem FC Ingolstadt angepfiffen wurde, war es ziemlich still im Stadion. Wegen der Ausschreitungen beim Pokalspiel in Dortmund im vergangenen Herbst hatte der DFB ...

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... die Dresdner zu einem "Geisterspiel" vor leeren Rängen verurteilt. So gestaltete sich der Einlauf beider Teams als relativ triste Angelegenheit. Doch die Dynamo-Fans hatten sich etwas einfallen lassen. Aus Protest ...

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... gegen die Maßnahme des Verbandes erstanden sie insgesamt 41.738 virtuelle Tickets und sorgten damit für ein ausverkauftes Stadion. "Dass die Aktion eine solche Welle der Unterstützung auslösen würde, konnte niemand ahnen", freute sich Dynamo-Präsident Andreas Ritter. Zahlreiche Anhänger versammelten sich in Stadionnähe zum Public Viewing und ...

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... bevölkerten die Straßen rund um die Arena. Mit Schmähgesängen und Transparenten demonstrierten die Anhänger in der Dresdner Innenstadt - um so ihren Klub zu unterstützen.

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Rund um die Heimstätte des Vereins versammelte sich bereits vor der Partie gegen Ingolstadt eine Karawane an Fans, schließlich sollte der Protest gegen die Platzsperre großes Gehör finden.

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Trotz einiger angezündeter Böller und Leuchtfeuer blieb es bei der Aktion friedlich - auf erneute Krawalle scheint der Großteil der Dynamo-Fans ohnehin nicht aus.

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Neben dem "Geisterspiel" kassierte der Verein noch eine Geldstrafe von 100.000 Euro, die jedoch mit dem virtuellen Ticketverkauf wieder eingespielt sein dürfte.

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Ohne die Anfeuerungen im Stadion reichte es für Dynamo dann nur zu einem 0:0 gegen Ingolstadt - obwohl die Rufe der Fans im Stadion zu hören waren. Dresden ist inzwischen seit vier Spielen ungeschlagen und rangiert mit 33 Punkten weiter im gesicherten Mittelfeld. Ingolstadt bleibt in der Rückrunde ungeschlagen, verließ durch das Remis den Relegationsplatz und ist nun 14.

© SZ.de/jbe/jüsc

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