Beschluss des Ifab Diese Fußball-Regeln ändern sich

Auch Trainer können in Zukunft eine rote Karte sehen.

(Foto: dpa)

Die Regelhüter haben beim Jahrestreffen unter anderem Änderungen beim Handspiel, bei Auswechslungen und beim Stellen der Mauer beschlossen.

Das International Football Association Board (Ifab) hat bei seinem Jahrestreffen in Aberdeen mehrere Änderungen der Fußball-Regeln beschlossen.

  • So gelten per Hand erzielte Tore künftig grundsätzlich nicht, unabhängig ob eine Absicht vorlag. Gleiches gilt für Tore, denen in der Entstehung ein Handspiel der angreifenden Mannschaft vorausging. Über weitere Entscheidungen zu angedachten Änderungen der Handspielregel gab es zunächst keine Informationen seitens des Ifab.
  • Rote und gelbe Karten kann es künftig auch für Trainer und Offizielle geben.
  • Spieler der angreifenden Mannschaft dürfen bei Freistößen nicht mehr in der Mauer stehen.
  • Bei Auswechslungen muss der ausgewechselte Spieler das Spielfeld an der nächstgelegenen Auslinie verlassen.
  • Torhüter müssen bei Elfmetern nur noch mit einem Fuß die Torlinie berühren.
  • In bestimmten Situationen kann es künftig einen Schiedsrichter-Ball geben, wenn der Referee zuvor angeschossen wurde.
  • Bei Torabstößen oder Freistößen im eigenen Strafraum muss der Ball den Sechzehner nicht mehr verlassen.

Dem Ifab gehören vier Fifa-Mitglieder und Vertreter der vier britischen Fußball-Verbände (England, Schottland, Wales, Nordirland) an. Das Gremium ist zuständig für alle Regelfragen im Weltfußball. Es kommt einmal im Jahr zusammen. Beschlossene Änderungen treten in der Regel am 1. Juni des gleichen Jahres in Kraft.

Bundesliga Das Handspiel-Chaos muss aufhören

Fußball-Bundesliga

Das Handspiel-Chaos muss aufhören

Aktuell wirkt es willkürlich, wann Schiedsrichter und Videoschiedsrichter auf Hand entscheiden. Dabei gäbe es Möglichkeiten, mehr Klarheit zu schaffen.   Kommentar von Martin Schneider