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Fußballkreis Celle:Schiedsrichter boykottieren Amateurspiele

Schiedsrichter

Ungeliebte Beschäftigung: Celle verzichtet wegen der Gewalt gegen Schiedsrichter vorerst auf neutrale Unparteiische

(Foto: dpa)

Es soll ein Zeichen gegen Gewalt sein: Der Fußballkreis Celle verzichtet in den nächsten beiden Spielwochenenden darauf, Schiedsrichter unterhalb der Kreisliga einzuteilen. Die Klubs müssen nun selbst welche finden.

Die zunehmenden körperliche Gewalt gegen Schiedsrichter bei unterklassigen Fußballspielen haben im Kreis Celle einen ungewöhnlichen Boykott ausgelöst. An den nächsten beiden Wochenenden werden für die Spiele der Kreisliga bis zur 4. Kreisklasse keine neutralen Referees angesetzt. Die Vereine müssen selbst einen Schiedsrichter finden, eine Verlegung der Partien wird nicht genehmigt.

"Die Spiele müssen ausgetragen werden", teilte der Spielausschuss des Fußball-Kreises Celle mit. Mit der Maßnahme wollen die Verantwortlichen ein Zeichen für mehr Fairness und gegen Gewalt setzen. Zuletzt mussten bei einer Partie zwischen ASV Fassberg und SV Dicle Celle zum wiederholten Mal Polizisten eingesetzt werden.

"Unabhängig von den tätlichen Angriffen auf die Schiedsrichter ist es auch sonst nicht mehr tragbar, dass zum Beispiel am 1. September fünf Sportgerichtsverfahren durchgeführt werden, und das schon nach dem dritten Spieltag", erklärte der Spielausschuss-Vorsitzende Achim Prüße.

© sueddeutsche.de/dpa/schma

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