Fußballer ohne WM-Ticket:Wir müssen zu Hause bleiben

Sie sind Leistungsträger in ihren Vereinen, dürfen aber nicht zur WM 2014 nach Brasilien: Viele hochkarätige Fußballspieler sind bereits in der Qualifikation für das Turnier gescheitert. Ein Überblick über die Gescheiterten.

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Fußballer ohne WM-Ticket:Zlatan Ibrahimovic

Sweden's Ibrahimovic takes off armband after losing World Cup qualifying match to Portugal in Stockholm

Quelle: REUTERS

Sie sind Leistungsträger in ihren Vereinen, dürfen aber nicht zur WM 2014 nach Brasilien: Viele hochkarätige Fußballspieler sind bereits in der Qualifikation für das Turnier gescheitert. Ein Überblick über die Gescheiterten, die die Weltmeisterschaft nur vor dem Fernseher erleben werden.

Zlatan Ibrahimovic: Vor den Playoff-Spielen zwischen Schweden und Portugal war klar, dass es nur einer der zwei großen Exzentriker des Weltfußballs zur WM nach Brasilien schaffen würde: Zlatan Ibrahimovic oder Cristiano Ronaldo. Zwei Portugal-Siege und vier Ronaldo-Tore später steht fest: Zuhause bleibt der schwedische Hüne Ibrahimovic. Schade um die Show, die er möglicherweise in Brasilien geboten hätte, doch die Weltmeisterschaft wird auch ohne Ibrahimovic stattfinden. Auch wenn der Schwede das Turnier nach seinem Ausscheiden für nutzlos erklärt hat: "Eine Sache ist klar: Eine WM ohne mich, die ist es nicht wert, dass man sie sich anguckt."

(fued)

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Fußballer ohne WM-Ticket:David Alaba

Austria v Germany - EURO 2012 Qualifier

Quelle: Bongarts/Getty Images

David Alaba, Österreich: So traurig wie er nach dem WM-Aus über den Platz schlich, hatte man David Alaba in seiner Profikarriere selten gesehen. Für den Österreicher heißt es im kommenden Jahr: Zugucken statt live dabei sein. Die ÖFB-Auswahl musste den Traum von Brasilien nach einer 1:2-Niederlage in der Gruppenphase gegen Schweden begraben. "Die Enttäuschung ist riesig", sagte Alaba. Drei Niederlagen in der deutschen Gruppe waren zu viel, um es noch in die Playoffs zu schaffen. Immerhin: Als Angestellter des FC Bayern hat Alaba noch den ein oder anderen Titel im kommenden Jahr im Visier.

(ska)

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Fußballer ohne WM-Ticket:Robert Lewandowski

Poland training

Quelle: dpa

Robert Lewandowski, Polen: Mittlerweile verstehen es Robert Lewandowski und seine Berater ganz gut, immer wieder ein Fragezeichen hinter die Klubzukunft des 25-Jährigen zu setzen. Egal ob in München, Dortmund oder ganz woanders: Lewandowski stehen alle Optionen für den kommenden Sommer offen, nach Brasilien muss er nämlich nicht. Die WM wird ohne den begehrten Stürmer stattfinden, mit Polen verpasste er die Playoffs in der Gruppe H.

(ska)

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Fußballer ohne WM-Ticket:Gareth Bale

Real Madrid CF v Club Atletico de Madrid - La Liga

Quelle: Getty Images

Gareth Bale, Wales: Er ist zwar nicht der teuerste, sondern "nur" der zweitteuerste Spieler der Geschichte - doch am Zuckerhut darf Gareth Bale den Milliarden Fußballfans nicht zeigen, wie filigran er mit dem Ball zu zaubern versteht. Der Grund: Er ist Waliser. Das letzte Mal, dass sich die Nationalmannschaft von Wales für eine WM qualifizierte, liegt bereits eine Weile zurück. Es war 1958 - damals bei der WM in Schweden erreichte Wales immerhin das Viertelfinale. Der bislang größte Erfolg der Fußballnation. Diesmal hat es dagegen wie so oft nicht gereicht, da nutzten auch Bales vier Tore in der Qualifikation nichts.

(sonn)

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Fußballer ohne WM-Ticket:Ömer Toprak

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Quelle: AFP

Ömer Toprak, Türkei: Bei Bayer Leverkusen läuft es gut für Ömer Toprak, der 21-Jährige ist Stammspieler in Deutschlands inoffiziell drittbester Fußballmannschaft. Drittbester war auch die Türkei im Kampf um den Relegationsplatz in Gruppe D - das reichte leider nicht. Nun muss Toprak die WM 2014 wohl oder übel als Zuschauer begleiten. Er kann ja dann für Deutschland jubeln, immerhin hat er beim DFB in der U19 gespielt.

(fued)

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Fußballer ohne WM-Ticket:Jakub Blaszczykowski

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Quelle: AFP

Jakub Blaszczykowski, Polen: Ob Borussia Dortmund durch die daheimbleibenden Nationalspieler einen Trainingsbonus herausschlagen kann? Jakub Blaszczykowski ereilt das gleiche Schicksal wie seinen Landsmann Lewandowski: Er darf nicht zu dieser WM, von der alle reden. Endlich Zeit, sich wieder seinen Hobbys zu widmen. Oder noch mehr zu trainieren.

(ska)

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Fußballer ohne WM-Ticket:Petr Cech

Czech Republic's goalkeeper Cech throws the ball during their 2014 World Cup qualifying soccer match against Bulgaria at Vassil Levski stadium in Sofia

Quelle: REUTERS

Petr Cech, Tschechien: 100 Länderspiele hat Petr Cech bereits auf dem Buckel, doch zumindest in Brasilien 2014 werden keine weiteren für ihn hinzukommen. Der Welttorhüter des Jahres 2005 ist mit der tschechischen Nationalmannschaft in der Qualifikation gescheitert. Wenigstens im Vereinsfußball läuft es gut: Cech kämpft mit dem FC Chelsea um den Spitzenplatz der Premier League.

(fued)

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Fußballer ohne WM-Ticket:Berti Vogts

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Quelle: AFP

Berti Vogts, Aserbaidschan: Der Weltmeister von 1974 hat sich ganz anständig geschlagen, aber am Ende waren die neun Punkte in Gruppe F für Trainer Berti Vogts und Aserbaidschan eben doch nicht genug. Bei einem Sieg, sechs Unentschieden und nur drei Niederlagen wurde die Mannschaft des "Terriers" immerhin Vierter. Seinen zum Jahresende auslaufenden Vertrag will er trotzdem nicht verlängern.

(fued)

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Fußballer ohne WM-Ticket:Mohammed Abdellaoue

SLOVENIA vs NORWAY

Quelle: dpa

Mohammed Abdellaoue, Norwegen: In Qualifikations-Gruppe E gab es die ein oder andere Überraschung: Ottmar Hitzfeld blieb mit seiner Schweiz ungeschlagen und als Tabellenzweiter hat es tatsächlich Island in die Playoffs geschafft. Schlecht für Norwegen - denn die Skandinavier wurden nur Gruppen-Vierter. Also muss Mohammed Abdellaoue (in Rot) vom VfB Stuttgart zu Hause bleiben. Ist aber auch nur halb so schlimm, weil er sich die WM-Spiele dann zusammen mit seinem Landsmann Havard Nordtveit von Borussia Mönchengladbach ansehen kann.

(fued)

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Fußballer ohne WM-Ticket:Henrich Mchitarjan

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Quelle: AFP

Henrich Mchitarjan, Armenien: Brasiliens Stadionsprecher atmen auf: Der Zungenbrecher Henrich Mchitarjan muss für die WM 2014 nicht einstudiert werden. Der armenische Nationalspieler scheiterte mit seiner Elf in Gruppe B, Italien war zu stark. Gut, Mchitarjan wird zwar in Dortmund der Einfachheit halber nur noch Micki genannt, aber es darf bezweifelt werden, dass diese Version die portugiesischen Sprachvorlieben getroffen hätte.

(ska)

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Fußballer ohne WM-Ticket:Winfried Schäfer

Training session of Jamaica in Panama City

Quelle: picture alliance / dpa

Winfried Schäfer, Jamaika: Mit seinem blonden Schopf hätte er inmitten von Sambatänzerinnen und Ballartisten sicherlich eine gute Figur abgegeben, doch Jamaikas Nationatrainer Winfried Schäfer hat mit seinem Team die WM in Brasilien verpasst. Als Letzter der Nordamerika-Gruppe bleibt ihm nun erst einmal Zeit, den Fußball im Karibikland weiterzuentwickeln. Und genau das ist ja sein Ziel: "Ich will, dass meine Spieler in einem Atemzug mit Usain Bolt genannt werden", sagte Schäfer. Wir sind gespannt auf die WM 2018.

(fued)

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Fußballer ohne WM-Ticket:Pierre-Emerick Aubameyang

Borussia Dortmund v SC Freiburg - Bundesliga

Quelle: Bongarts/Getty Images

Pierre-Emerick Aubameyang, Gabun: Läuft er los, geht meist ein Raunen durch das Westfalenstadion. BVB-Neuzugang Pierre-Emerick Aubameyang gilt als der schnellste Fußballer der Bundesliga, sein Antritt ist angeblich schneller als der von Usain Bolt. In Brasilien wird der 24-Jährige allerdings niemanden mit seiner Schnelligkeit verblüffen: Gabun kam in Gruppe E der WM-Quali in Afrika nur auf Platz drei. Aubameyang kann während der WM ein paar Sprints in Dortmund hinlegen.

(sonn)

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Fußballer ohne WM-Ticket:Neven Subotic

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Quelle: AFP

Neven Subotic, Serbien: Erstaunlich viele Dortmunder haben es nicht zur WM geschafft, darunter auch: Neven Subotic. Der serbische Nationalspieler wurde mit seiner Mannschaft nur Dritter in Gruppe A - und hat sich zwischenzeitlich auch noch einen Kreuzbandriss zugezogen. Brasilien 2014 bleibt für ihn ein unerfüllter Traum. Trost spenden werden ihm die Mannschaftskameraden aus Dortmund, die ebenfalls zuhause bleiben: Robert Lewandowski, Jakub Błaszczykowski, Pierre-Emerick Aubameyang und Henrich Mchitarjan.

(fued)

© Süddeutsche.de
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