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Fußball - Zuzenhausen:Hoffenheim-Manager Rosen: Einstimmig weiter mit Hoeneß

Bild in neuer Seite öffnenBaden-Württemberg
Alexander Rosen, Hoffenheims Direktor Profifussball. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Zuzenhausen (dpa/lsw) - Der Blick bei der TSG 1899 Hoffenheim geht auch bei Sebastian Hoeneß bereits auf die Planung der neuen Saison, noch aber müssen die Kraichgauer den Klassenverbleib rechnerisch klar machen. Sportchef Alexander Rosen hat dem 38-Jährigen am Ende einer ebenso schwierigen wie enttäuschenden Runde eine Jobgarantie gegeben. "Die Ausrichtung, mit welchem Trainer wir in die neue Saison gehen, ist völlig klar und in der Clubführung einstimmig entschieden: mit Sebastian Hoeneß", sagte Rosen im Interview der "Rhein-Neckar-Zeitung" (Heidelberg/Donnerstag).

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"Er ist durch die vielen Krisen, die es zu managen galt, stabil durchgegangen, kommuniziert super mit den Jungs, hat eine Idee, die man gerade zuletzt gegen Gladbach und Freiburg gesehen hat", erklärte der Manager vor dem Spiel in der Fußball-Bundesliga am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den FC Schalke 04, gegen den sich die TSG im Hinspiel in Gelsenkirchen mit 0:4 blamiert hatte.

Die Unzufriedenheit über Hoeneß, die einige Fans in den sozialen Netzwerken immer wieder äußern, repräsentiert laut Rosen "nicht unsere Kurve, die immer treu ist und die wir nun leider schon viel zu lange nicht gesehen haben. Es repräsentiert aber auch nicht den Rest unserer Anhängerschaft".

Unabhängig davon seien alle im Club "selbstkritisch genug und wissen, dass wir in dieser Saison nicht permanent jubelnd durch den Kraichgau getragen worden wären". Hoeneß hatte in seiner Premieren-Spielzeit im Oberhaus immer wieder mit Verletzungsproblemen und Corona-Fällen im Kader zu kämpfen.

Zur Personalplanung für die neue Spielzeit sagte der 42 Jahre alte Rosen: "Ansonsten werden wir eher versuchen, für die kommende Saison ohne internationale Spiele den Kader erst einmal geschickt zu verschlanken." Weiter offen ist die Zukunft der vertraglich noch gebundenen, auf dem Fußballmarkt aber begehrten Andrej Kramaric und Florian Grillitsch. "Da muss man mal sehen, ob es ein konkretes, lukratives Angebot gibt, über das man nachdenken müsste. Aktuell ist das nicht der Fall", sagte Rosen über den kroatischen WM-Zweiten und österreichischen Nationalspieler.

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Hoeneß findet die Gedankenspiele von Kramaric, dessen Vertrag noch bis 2022 läuft und der bei einem Wechsel in diesem Sommer eine stattliche Ablösesumme in die TSG-Kasse spülen könnte, legitim: "Er wird nicht mehr so viele Verträge unterschreiben."

Der 29 Jahre alte Torjäger selbst lässt sich weiter alle Optionen offen. Er führe sehr oft Gespräche mit Rosen und dem Trainerteam. "Mein Vertrag läuft aber noch mehr als ein Jahr. Wir müssen uns nicht stressen", sagte Kramaric im Vereinsmagazin "Spielfeld". "Natürlich denke ich oft darüber nach, aber erst einmal liegt der Fokus auf der restlichen Saison. Danach werden wir weitere Gespräche führen und schauen, was passiert."

In den restlichen drei Saisonspielen kann sich Kramaric jedenfalls weiter in der Vereinshistorie verewigen: Mit derzeit 17 Treffern jagt er den Clubrekord von Vedad Ibisevic, der in der ersten Bundesliga-Saison der Hoffenheimer 2008/2009 in der Hinrunde gleich 18 Mal traf, dann aber mit einem Kreuzbandriss ausfiel.

© dpa-infocom, dpa:210506-99-489626/3