Fußball:Wolfsburg-Torjäger Weghorst mit Coronavirus infiziert

Weghorst mit Coronavirus infiziert

Wolfsburgs Wout Weghorst hat sich mit Covid infiziert.

(Foto: dpa)

Der Niederländer, der zuvor mit seiner Haltung zur Pandemie irritierte, wurde positiv getestet. Neymar fehlt PSG gegen Leipzig. Beim HSV gibt es einen Rassismus-Eklat.

Meldungen im Überblick

Fußball, VfL Wolfsburg: Torjäger Wout Weghorst hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das gab der Bundesligist am Montag bekannt. Der 29 Jahre alte Niederländer wird dem VfL deshalb auf jeden Fall am Mittwoch im wichtigen Champions-League-Spiel beim österreichischen Meister Red Bull Salzburg (18.45 Uhr/DAZN) fehlen. Nach Angaben der Wolfsburger habe Weghorst am Sonntagmorgen nach der 0:2-Niederlage bei Union Berlin über Symptome geklagt. Anschließend wurde er positiv auf das Coronavirus getestet. Der Stürmer befindet sich seitdem in Quarantäne. Pikant an der Sache ist, dass Weghorst erst im April in der Kritik stand, weil er Zweifel an der Corona-Impfung und an den Maßnahmen geäußert hatte. Alle anderen Tests bei Spielern, Trainern und Betreuern waren nach Angaben des Clubs sowohl am Sonntag als auch am Montag negativ.

Fußball, RB Leipzig: Neymar wird dem französischen Spitzenklub Paris St. Germain in der Champions League gegen Bundesligist RB Leipzig fehlen. Wie die Pariser vor der Partie gegen die Sachsen am Dienstag (21.00 Uhr/DAZN) mitteilten, fällt der Brasilianer mit Leistenproblemen aus. PSG führt die Gruppe A mit vier Punkten vor dem punktgleichen Club Brügge an, Leipzig wartet noch auf den ersten Zähler.

Fußball, DFL: Peter Peters tritt einem Bericht der Bild-Zeitung zufolge Ende Februar als Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Fußball Liga (DFL) zurück. Dies habe der 59-Jährige am vergangenen Freitag in einer Präsidiumssitzung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bekannt gegeben. Als Nachfolger ist bereits seit längerer Zeit Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke im Gespräch. Der 62-Jährige hatte vor rund einem Monat eine Bewerbung auf den Posten nicht ausgeschlossen. "Ich kommentiere keine Spekulationen", sagte Watzke am Montag dem SID. Auch die DFL wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren. Der Nachfolger von Peters, der derzeit den DFB zusammen mit Rainer Koch interimsmäßig führt, soll laut Bericht bereits am 14. Dezember auf der Versammlung der 36 Profiklubs gewählt werden. Bei der DFL tritt zu Beginn des Jahres zudem Donata Hopfen als Geschäftsführerin die Nachfolge von Christian Seifert an. Peters war zuletzt auch als Liga-Vertreter für den Posten des DFB-Präsidenten gehandelt worden. Die Chefs der Landes- und Regionalverbände kündigten vor rund einer Woche an, einen Vertreter oder eine Vertreterin aus dem Amateurbereich beim Ordentlichen DFB-Bundestag am 11. März ins Rennen zu schicken.

Fußball, HSV: Nach dem Rassismus-Eklat beim Spiel gegen Fortuna Düsseldorf wird der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Ermittlungen gegen den Hamburger SV einleiten. Das gab der Verband am Montag bekannt. Beim 1:1 (1:0) am Samstagabend wurden offenbar der ehemalige Hamburger Khaled Narey als auch Bakery Jatta rassistisch beleidigt, außerdem wurden von den Rängen Bierbecher geworfen. Narey, der im Sommer vom HSV nach Düsseldorf gewechselt war und vor der Partie offiziell verabschiedet wurde, machte die Anfeindungen öffentlich.

Bei allen Zuschauern, die ihn "warm willkommen geheißen haben", bedankte sich der Angreifer bei Instagram: "Aber allen 'Fans', die mich während des Spiels rassistisch beleidigt und mit Bier beworfen haben, wünsche ich vom Herzen eine gute Besserung." Der HSV sprach von "inakzeptablen Vorkommnissen". Der Klub stehe "für Vielfalt. Rassismus hat sowohl im Volksparkstadion, aber auch in unserer Gesellschaft keinen Platz. Nicht nur verbale Entgleisungen, sondern auch die Würfe von Gegenständen in Richtung handelnder Akteure akzeptieren wir nicht", hieß es in einer Stellungnahme. Der Tabellenachte will "alles uns Mögliche unternehmen, um die Vorfälle aufzuklären und zu ahnden".

Handball, SC Magdeburg: Der SC Magdeburg bleibt in der Handball-Bundesliga die Mannschaft der Stunde. Im Spitzenduell gegen Vizemeister SG Flensburg-Handewitt siegte der frischgebackene Klub-Weltmeister am Sonntag mit 33:28 (18:13) und eroberte nach dem siebten Sieg im siebten Spiel die Tabellenführung von den Füchsen Berlin zurück.

"Die Mannschaftsleistung war unglaublich heute", sagte Magdeburgs überragender Michael Damgaard bei Sky, der mit zehn Treffern glänzte: "Wir haben ein Selbstvertrauen aufgebaut und sind unglaublich schwer zu schlagen. Es ist geil, dass wir so eine Harmonie haben."

Am vergangenen Wochenende hatte der SCM bei der Klub-WM in Saudi-Arabien im Finale den großen Favoriten FC Barcelona gestürzt. Die verletzungsgeplagten Flensburger stehen nach der zweiten Saisonniederlage früh in der Spielzeit unter Druck. Bei einem Punkteverhältnis von 7:5 schwinden die Meisterträume.

Fußball, Bundesliga: Arminia Bielefeld kann auch das direkte Duell mit Tabellennachbar FC Augsburg nicht gewinnen und muss weiter auf seinen ersten Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga warten. In der Keller-Begegnung kam die Arminia am Sonntag zum Abschluss des 8. Spieltags bei den Schwaben nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus und bleibt mit fünf Punkten Vorletzter - eine Position hinter dem FCA. Die Bielefelder verpassten somit auch im siebten Anlauf den ersten Pflichtspiel-Erfolg gegen die Fuggerstädter.

Abwehrspieler Reece Oxford (19.) brachte die bei Standardsituationen gefährlichen Hausherren vor 17 500 Zuschauern mit seinem ersten Bundesliga-Tor in Führung. Jacob Laursen (77.) erzielte den Ausgleich für die in Halbzeit zwei offensiver agierenden Gäste. Tore von Augsburgs Jan Moravek (78.) und Noah Sarenren Bazee (90.) wurden anschließend wegen Abseitsstellung zurückgepfiffen.

Basketball, Bundesliga: Brose Bamberg bleibt in der Basketball-Bundesliga ungeschlagen. Im Spitzenspiel gegen den bisherigen Tabellenführer MLP Academics Heidelberg gewann Bamberg am Sonntag mit 72:68 (45:35). Der Aufsteiger aus Baden-Württemberg, der bis kurz vor dem Ende die Chance auf eine Verlängerung wahrte, kassierte dagegen seine erste Niederlage. Bester Werfer der Partie war Heidelbergs Shy Ely mit 19 Punkten.

Ein Erfolgserlebnis gelang dem FC Bayern München. Beim 71:64 (28:27) nach Verlängerung gegen die Jobstairs Gießen 46ers traf das Team von Trainer Andrea Trinchieri zwar häufig die falschen Entscheidungen, doch am Ende übernahm Ognjen Jaramaz Verantwortung. Nach vier Niederlagen in der Euroleague stehen jetzt immerhin zwei Erfolge nach drei Partien in der BBL zu Buche. In der Verlängerung ging den Gästen die Kräfte aus.

Außerdem erkämpften sich die Hamburg Towers ein 77:70 (40:35) gegen medi Bayreuth. Die Hausherren hatten die Partie über weite Strecken im Griff, ehe die Oberfranken sich fingen. Aber die Towers nahmen rechtzeitig ihren Rhythmus wieder auf.

Marathon, Streckenrekorde: Der Kenianer Elisha Rotich in Paris und der Äthiopier Tamirat Tola in Amsterdam haben bei den Städte-Marathons am Sonntag Streckenrekorde aufgestellt. Rotich gewann an der Seine in 2:04:23 Stunden und verbesserte die Bestmarke des dreimaligen Olympiasiegers Kenenisa Bekele (Äthiopien) aus dem Jahr 2014. Mehr als 35.000 Läuferinnen und Läufer waren in Frankreichs Hauptstadt am Start.

In Amsterdam setzte sich Tola in 2:03:38 Stunden durch. Schneller war in diesem Jahr über die 42,195 km bislang nur Titus Ekiru (Kenia) in Mailand in 2:02:57 Stunden. Bei den Frauen stellte die Kenianerin Angela Tanui in den Niederlanden in 2:17:57 Stunden ebenfalls einen Streckenrekord auf. Im Ziel gedachte Tanui ihrer Landsfrau Agnes Tirop (25), die am Mittwoch mit mutmaßlich von ihrem Ehemann beigebrachten Stichverletzungen tot aufgefunden worden war. Zu Ehren der WM-Dritten über 10.000 m trug Tanui ein weißes Band an ihrer Startnummer. In Paris setzte sich Tigist Memuye (Äthiopien) nach 2:26:12 Stunden durch.

Fußball, Matthias Ginter: Der Nationalspieler hat sich zu Beginn seiner Karriere nach eigenen Angaben gegen große Widerstände durchsetzen müssen. "Die Leute sagten, dass ich niemals das Talent hätte, um Bundesliga-Spieler geschweige denn Nationalspieler zu werden", sagte der 27 Jahre alte Abwehrspieler von Borussia Mönchengladbach. Ginter tritt mit seinen Aussagen als Teil der "#BeUnique"-Kampagne auf, in der Fußball-Profis offen von Schwierigkeiten oder Widerständen auf ihrem Weg berichten. EM-Teilnehmer Christian Günter vom SC Freiburg erzählte, dass bei seiner Frau im Alter von 17 Jahren ein Tumor im Kopf diagnostiziert worden sei. "Mit 21 Jahren kam dann die Diagnose Lymphdrüsenkrebs", berichtete der 28-Jährige. "Man sagte uns, wir könnten nie eigene Kinder bekommen. In der Zwischenzeit bin ich nicht nur glücklicher Ehemann, sondern auch stolzer Vater unserer kleine Tochter Nele."

Nationalspieler Nadiem Amiri berichtete von der Flucht seiner Eltern aus Afghanistan in den 80er Jahren. "Alle haben uns gesagt, dass wir nie Deutsche sein würden und für immer Fremde bleiben", sagte der 24-Jährige. "Heute bin ich stolz, in Deutschland zu leben." Er liebe inzwischen beide Länder und Kulturen, ergänzte der Leverkusener. Die Kampagne mit zahlreichen Profis und ihren Geschichten wurde zum Zusammenschluss der beiden Spielerberatungsagenturen International Sports Management aus Deutschland und Unique Sports Management aus Großbritannien zur Unique Sports Group gestartet.

Fußball, SC Freiburg: Uli Hoeneß ist ein großer Fan von Christian Streich. Der Ex-Manager und Ehrenpräsident des FC Bayern München bewundert den Trainer des Fußball-Bundesligisten SC Freiburg so sehr, dass er sogar mal ein Engagement des 56-Jährigen als Coach des Rekordmeisters erwogen hat. "Den liebe ich. Und ich habe mal eine Zeit lang darüber nachgedacht, ob das nicht einer für uns wäre", erzählte Hoeneß am Sonntag im Interview des Radiosenders Antenne Bayern. Streich ist für den 69-Jährigen auch der Hauptgrund, warum er den Freiburgern selbst den Meistertitel gönnen würde. "Weil sie mit ihrem Trainer so einen fantastischen Menschen haben, dem ich alles gönnen würde", sagte er.

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