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Fußball - Wolfsburg:Glasner: VfL will 1:6 "abhaken" und beim BVB liefern

Wolfsburg (dpa) - Das 1:6 im Pokal soll ein Ausrutscher bleiben, der positive Saisonverlauf beim BVB fortgesetzt werden: Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner strahlt vor dem schweren Auswärtsspiel beim Mitfavoriten im Kampf um die deutsche Meisterschaft demonstrativ Selbstvertrauen aus. "Okay, das ist uns jetzt passiert", sagte der 45-Jährige mit Bezug auf die gruselige zweite Hälfte gegen RB Leipzig am Mittwoch. "Aber wir haben auch über einen sehr langen Zeitraum gezeigt, dass wir schwer zu besiegen sind." Glasner betonte: "Wir sind nicht das, was wir die letzte halbe Stunde gezeigt haben, sondern das, was wir die letzten drei Monate gezeigt haben."

Und in diesem Zeitraum zeigte der Fußball-Bundesligist VfL einiges, präsentierte sich extrem stabil. 13 Pflichtbegegnungen waren die Wolfsburger in der laufenden Spielzeit ungeschlagen geblieben, das Gefühl einer Niederlage mit dem VfL kannte Glasner, der im Sommer zu den Niedersachsen kam, bis zum RB-Spiel nicht.

Der Österreicher hofft, dass sich seine positive Herangehensweise auch auf die Spieler überträgt und sie sich durch die ungewohnte Klatsche nicht aus der Bahn werfen lassen. "Es ist wichtig, dass wir körperlich und geistig auf der Höhe sind und dieses Spiel abhaken", sagte er am Freitag.

Personell kann er - von den Langzeitverletzten abgesehen - am Samstag bei Borussia Dortmund aus dem Vollen schöpfen. "Die Spieler, die zuletzt fit waren, sind alle an Bord", sagte Glasner, der sich mit Wolfsburg in intensiven Wochen mit Spielen in der Bundesliga, im Pokal und in der Europa League befindet. Kapitän Josuha Guilavogui steht nach seiner Gelb-Rot-Sperre vom Mittwoch beim BVB wieder zur Verfügung. "Ich bin froh, dass er wieder zurück ist", sagte Glasner über den 29 Jahre alten Mittelfeldspieler aus Frankreich.

Trotz aller Zuversicht weiß der Coach natürlich um die Schwere der Aufgabe im Dortmunder Fußball-Tempel. "Die Dortmunder sind mit Bayern München der Titelfavorit Nummer eins aufgrund ihres Kaders und der Möglichkeiten, die sie haben", sagte Glasner. "In Dortmund kannst du nur bestehen, punkten und gewinnen, wenn alles passt."

Für Glasner ist es das erste Spiel als Trainer im stimmungsvollen Dortmunder Stadion. Beeindrucken lassen, will er sich davon aber nicht: "Ich bin schon hier, um mit dem VfL dort zu punkten und nicht, um vor der Gelben Wand zu stehen und ehrfurchtsvoll nach oben zu sehen."