Fußball:Wolfsburg gewinnt Spitzenspiel beim FC Bayern

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Bayern München - VfL Wolfsburg

Schützin des Siegtores: Wolfsburgs Kathrin Hendrich (Mitte) jubelt.

(Foto: dpa)

Die Wolfsburgerinnen verdrängen den deutschen Meister von der Tabellenspitze. Italien gerät in der WM-Qualifikation in Bedrängnis. Dani Alves kehrt zum FC Barcelona zurück.

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Frauenfußball, Spitzenspiel: Der VfL Wolfsburg hat mit einem Sieg im Top-Spiel die Tabellenführung in der Frauenfußball-Bundesliga übernommen. Der neue Spitzenreiter gewann am Samstag das Duell der Champions-League-Teilnehmer beim FC Bayern München mit 1:0 (0:0) und verdrängte den deutschen Meister von Platz eins. Kathrin Hendrich erzielte den entscheidenden Treffer in der 69. Minute per Kopf. Nach acht Spieltagen führt DFB-Pokalsieger Wolfsburg mit 19 Punkten vor München und Eintracht Frankfurt mit jeweils 18 Zählern. Die Hessinen hatten am Vortag den Vorletzten FC Carl Zeiss Jena mit 6:0 (4:0) deklassiert. Im Verfolger-Duell zwischen dem Vierten TSG 1899 Hoffenheim (16 Punkte) und dem Fünften Bayer Leverkusen (15 Punkte) können die Hoffenheimerinnen an diesem Sonntag (13.00 Uhr) mit einem Sieg in die Top drei vorstoßen.

WM-Qualifikation, Italien: Wegen eines verschossenen Elfmeters kurz vor Schluss muss Fußball-Europameister Italien weiter um seine Teilnahme an der WM 2022 bangen. Die Azzurri kamen in der Qualifikation gegen die Schweiz am Freitagabend nur zu einem 1:1 (1:1) und können am letzten Spieltag im Fernduell mit den Eidgenossen noch vom Spitzenplatz verdrängt werden. Nur dieser sichert das direkte WM-Ticket für Katar im nächsten Jahr - als Gruppenzweite müssten die Italiener in die gefährlichen Playoffs. Das Team von Nationaltrainer Roberto Mancini geriet vor 49 714 Zuschauer im Olympiastadion von Rom durch den Mainzer Silvan Widmer in Rückstand (11. Minute), Giovanni di Lorenzo glich aus (35.). In der 90. Minute schoss Jorginho einen Strafstoß über die Querlatte.

Fast auf den Tag genau vor vier Jahren hatten die Italiener in den Playoffs gegen Schweden die WM-Quali 2018 verpasst und ein ganzes Land in eine schwere Fußball-Krise gestürzt. Nun droht ein ähnliches Zittern: Italien und die Schweiz gehen mit jeweils 15 Punkten in den letzten Quali-Spieltag, Italien hat ein um zwei Treffer besseres Torverhältnis. Ein Sieg am Montag in Nordirland könnte aber zu wenig sein, wenn die Schweizer gegen Bulgarien viel deutlicher gewinnen.

FC Barcelona, Transfer: Der brasilianische Rechtsverteidiger Dani Alves kehrt mit 38 Jahren zum FC Barcelona zurück. Der zuletzt vereinslose brasilianische Routinier solle nächste Woche bei den Katalanen ins Training einsteigen, sei aber erst ab Januar 2022 spielberechtigt, teilte der Klub am Freitagabend mit. Alves' Vertrag beim FC São Paulo war im September aufgelöst worden, die Vereinbarung mit Barça läuft zunächst bis Saisonende. Er trifft im Camp Nou auf seinen langjährigen Weggefährten Xavi Hernández, der am Montag als neuer Trainer vorgestellt worden war und einst auf dem Feld mit Alves die erfolgreichste Ära des Traditionsvereins mit geprägt hatte. Der Klub von Nationaltorwart Marc-André ter Stegen steckt zurzeit in einer sportlichen und finanziellen Krise, mit Tabellenplatz neun hinkt man weit hinter den eigenen Ansprüchen zurück.

Mit der Rückkehr von Ikonen wie Xavi und Alves verbindet sich die Hoffnung auf neuen Glanz: Der Brasilianer absolvierte von 2008 bis 2016 insgesamt 391 Pflichtspiele für Barça und gewann mit den Katalanen 23 Titel - darunter sechs Liga-Meisterschaften und drei Champions-League-Siege. Mit Ausnahme der Spielzeit 2015/16 spielte Alves dabei stets mit Club-Eigengewächs Xavi zusammen. Nach seinem Abschied aus Barcelona lief er für Juventus Turin, Paris Saint-Germain und São Paulo auf.

Basketball, Euroleague: Die Basketballer von Bayern München haben in der EuroLeague den nächsten Rückschlag erlitten. Beim französischen Klub AS Monaco unterlag der deutsche Pokalsieger am Freitagabend nach einer schwachen Vorstellung mit 71:94 (43:55) und kassierte am 9. Spieltag bereits seine sechste Niederlage. Im Falle eines Sieges hätte der Bundesligist mit den Gastgebern (5:4) gleichgezogen. "Wir haben eine schwache Leistung gezeigt. In der ersten Halbzeit war unsere Verteidigung fürchterlich", sagte Bayern-Trainer Andrea Trinchieri: "Das war ein ganz, ganz schlechtes Spiel. So etwas passiert."

Die Münchner erwischten einen schlechten Start (2:10/4. Minute) und ließen Monaco in der ersten Hälfte zwischenzeitlich bis auf 14 Punkte davonziehen. "Wir leisten uns Millionen dumme Turnovers", klagte Trinchieri in einer Auszeit: "Passt den Ball." Es half nichts. Die Bayern, zuletzt knapp an Real Madrid gescheitert (76:80), konnten nach dem ausgeglichenen dritten Viertel (17:17) für keine Spannung mehr sorgen - im Gegenteil. Monaco zog vor 3813 Zuschauern noch weiter davon. Topscorer der Gäste, die sich 20 Ballverluste leisteten, war Vladimir Lucic (15 Punkte).

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