MeinungDeutsche NationalmannschaftEine WM in Amerika? So bunt wie 1994 wird’s nicht mehr

Kommentar von Philipp Selldorf

Lesezeit: 3 Min.

Stefan Effenberg wurde 1994 nach Hause geschickt, bevor es sportlich blamabel wurde.
Stefan Effenberg wurde 1994 nach Hause geschickt, bevor es sportlich blamabel wurde. Bernd Weissbrod/dpa

32 Jahre nach Effenbergs Publikumsbeschimpfung findet wieder ein Turnier in den USA statt. Beim letzten Mal war der Fußball zwar schlecht, aber der Unterhaltungsfaktor hoch.

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Noch ist es nicht so weit, dass die Fernsehstationen das internationale Pfingstturnier beim TuS Ennepetal für die kulturhistorische Nachbetrachtung entdeckt haben, doch der Tag scheint nicht mehr fern zu sein. Geschichtsunterricht über Fußball-Ereignisse ist ein Medientrend. In den vergangenen Wochen kamen bereits die Dokumentationen zur Fußball-WM 1990 („Ein Sommer in Italien“) und zur WM 2006 („Mission Sommermärchen“) ins Fernsehen. Nun folgt in der ARD der Vierteiler „Elf Helden – ein Albtraum“ über die WM 1994, und da mag sich der eine oder andere Zeitzeuge schon mal fragen, warum das unbedingt sein muss. Abgesehen davon, dass die 94er ebenfalls ein Turnier in den USA spielten, wie es dem Team von Julian Nagelsmann nun bevorsteht.

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